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Leserbrief

28 Jahre lang auf Absperrungen verzichtet

«Ballenberg-Image und tolle Anlässe», Ausgabe vom 21. September

Der Vorstand der Jazz Night Zug beschuldigt mich in seinem Leserbrief, ich hätte den Eintritt zur Jazz Night erzwungen und vermutet, dies habe damit zu tun, dass ich keinen Gratiseintritt erhalten hätte (was übrigens nicht stimmt, da ich von einem Sponsor eingeladen wurde)! Diese Aussagen scheinen darauf abzuzielen, meinen Ruf zu schädigen. Eigentlich wollte ich mich nicht mehr zur Interpellation äussern, bevor der Stadtrat diese beantwortet hat. Nun sehe ich mich indes gezwungen, die Vorwürfe gegen mich zu kommentieren.

Richtig ist, dass ich am Freitagabend (einige Stunden nach Einreichung der Interpellation) die Mitarbeiter meiner Anwaltskanzlei zum Nachtessen im Restaurant Widder eingeladen habe. Von der Stadt wurde mir auf Anfrage hin mitgeteilt, dass ich unter Vorweisung einer Reservation das Restaurant besuchen könne, wobei ich den Eintrittspreis zuerst bezahlen müsse, anschliessend aber wieder zurückerstattet erhalten würde. Der Eingangskontrolle zum Gelände war diese Praxis indes unbekannt (auch die ausgedruckte Reservationsbestätigung hat nichts genützt). Es wurde mir mitgeteilt, dass ich den vollen Preis für alle Personen zu bezahlen habe, unabhängig davon, ob ich ein Restaurant besuchen würde oder nicht. Mit diesem Vorgehen war ich nicht einverstanden, was ich der Eingangskontrolle auch gesagt habe. Ich bin anschliessend an der Kontrolle vorbeigelaufen und habe ihr mitgeteilt, dass ich mich im Restaurant Widder aufhalte, falls jemand von der Jazz Night die Angelegenheit mit mir besprechen wolle. Ich habe auch keines der Konzerte besucht und widerspreche daher dem Vorwurf, dass ich mir den Zugang zur Jazz Night erzwungen hätte! Im Übrigen finde ich es befremdlich, dass sich der Vorstand nicht bei mir gemeldet hat, um den Sachverhalt abzuklären, bevor er die Vorwürfe in der Zeitung veröffentlichte.

Ich möchte ein weiteres Mal zum Ausdruck bringen, dass ich die Jazz Night nicht schädigen möchte. Mir geht es einzig und allein darum, mich gegen die Absperrung unserer Altstadt zu wehren. Ich finde diese Zutrittsbeschränkungen unsympathisch und falsch, weshalb ich mich als Bürger und Mitglied des GGR dagegen wehre. Dies tue ich nicht aus Eigeninteresse, sondern als Fürsprecher jenes Teils der Bevölkerung, der dies gleich sieht wie ich. Wenn ich mich nicht mehr gegen die Absperrung wehren darf, wer soll dies denn sonst tun?

Die Jazz Night konnte nun bereits 30-mal durchgeführt werden. Während der ersten 28 Jahre wurde auf ein Absperren der Altstadt verzichtet. Dennoch (oder vielleicht gerade deshalb) hat sich der Anlass prächtig entwickelt. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass es auch ohne Eintrittsbeschränkungen möglich ist, die beliebte Jazz Night durchzuführen! Meines Erachtens sollte sich der aktuelle Vorstand am Geist der Gründer orientieren, sich auf seine Wurzeln zurückbesinnen und zukünftig wieder auf die Absperrungen verzichten.

Ich werde mich jedenfalls auch weiterhin gegen die Absperrung der Altstadt wehren! Die öffentlichen Plätze und das Stadtzentrum sind für Jedermann: für Jung und Alt, für Reich und Arm und insbesondere für die Zuger Bevölkerung!

Martin Eisenring, CVP-Gemeinderat, Zug

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