3000 Tonnen Material des Eidgenössischen Schwingfests werden derzeit abtransportiert

Die Abbauarbeiten auf dem Gelände des Eidgenössischen Schwingfests in Zug sind in vollem Gange. Das Material kommt teilweise schon bald wieder zum Einsatz.

Riccardo Cicchetti
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90 Soldaten und 65 Zivilschützer beteiligen sich an den Abbauarbeiten des Esaf. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 3. September 2019)
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90 Soldaten und 65 Zivilschützer beteiligen sich an den Abbauarbeiten des Esaf. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 3. September 2019)
Tribüne um Tribüne wird abgebaut. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 03. September 2019)
Tribüne um Tribüne wird abgebaut. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 03. September 2019)
Tribüne um Tribüne wird abgebaut. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 03. September 2019)
Bis Mitte September wird die Schwingarena ganz verschwunden sein. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 03. September 2019)

90 Soldaten und 65 Zivilschützer beteiligen sich an den Abbauarbeiten des Esaf. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 3. September 2019)

Fast zwei Wochen ist es schon her, dass Christian Stucki am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (Esaf) in Zug zum Schwingerkönig wurde. Auch in den Tagen danach drehten sich viele Artikel um den 34-jährigen Aarberger. Fast ein wenig in Vergessenheit geriet das immens grosse Stadion, in dem das Esaf 2019 stattfand. Die Schwingarena inmitten des Zuger Herti-Quartiers fasste 56500 Plätze. Damit überflügelte sie den Basler St.Jakob-Park mit seinen 38500 Plätzen bei weitem.

Da es sich beim Esaf-Stadion um eine temporäre Arena handelte, muss diese jetzt wieder abgebaut werden. Vor dem Schwingfest waren dafür drei Wochen budgetiert. Der Ressortleiter Bau Franz Aebli ist zufrieden damit, wie die Aufräumarbeiten vorangehen: «Wir sind bis jetzt gut im Zeitplan. Die Fussballplätze Allmend und Herti Nord sowie die Leichtathletikanlage sind von Zelten und Gerätschaften befreit.» Hier müsse nun aber teilweise der Boden saniert werden, da dieser durch die vielen Besucher und Aufbauten beeinträchtigt wurde. Auch die Dächer der sechs Tribünen wurden bereits entfernt. «Bis Ende Woche werden drei Tribünen komplett weg sein. Die Innentribünen sind bereits jetzt Geschichte», sagt Aebli.

Keine Schäden und keine Verluste

Ob der Zeitplan eingehalten werden könne, sei auch wetterabhängig. «Gegen Ende der Woche ist Regen angesagt. Dann könnte es sein, dass wir nicht so schnell vorankommen.» Sofern es aber einigermassen nach Plan laufe, werde man Ende nächster Woche fertig sein mit dem Abbau der Arena. Danach folgen noch die Bodenschutzplatten sowie einzelne Zelte und Zäune, die abgebaut werden müssen. Bei den Aufbauarbeiten beteiligten sich rund 300 Personen. Jetzt für den Abbau seien es nicht mehr ganz so viele, meint der Ressortleiter Bau:

«Wir haben die Armee mit 90 Soldaten und den Zivilschutz mit 65 Helfern. Daneben gibt es Firmen, die den Kies und die Holzspäne beseitigen.»

Zudem würden sie auch Schulklassen aufbieten, die helfen, den Abfall zu entfernen. Doch wie werden so viele Leute koordiniert, sodass die Arbeiten so effizient wie möglich gemacht werden? «Wir haben jeden Mittag eine Koordinationssitzung mit allen Verantwortlichen und besprechen, was am kommenden Tag passieren wird», erklärt Aebli. Der Einsatz der Soldaten wird von Spezialisten der Unternehmensgruppe Nüssli koordiniert, welcher das gesamte Tribünenmaterial gehört. Bis jetzt durchaus mit Erfolg, sagt Aebli: «Wir haben bis jetzt keine Materialverluste und auch praktisch keine Schäden zu vermelden.»

Material wird bald am Laver Cup gebraucht

Für die Sicherheit der Arbeiter sei ebenfalls gesorgt. Auf dem Areal gelte Helmpflicht und die Soldaten und Zivilschützer seien stets bestens gesichert. Deshalb habe es bis jetzt weder beim Auf- noch beim Abbau Unfälle gegeben. Die Soldaten, die jetzt für den Abbau zur Verfügung stehen, waren schon beim Aufbau dabei. «So wird die Koordination einfacher und die Arbeiten können mehrheitlich selbstständig verrichtet werden», sagt Aebli. In der Arena des Esaf wurden 3000 Tonnen Material und 300000 Einzelteile verbaut. Diese werden nach dem Abbau an verschiedene Anlässe in der Schweiz und in Europa verteilt. Einige Tribünenteile werden auch in Genf gebraucht, wo vom 20. bis 22. September der Laver Cup im Tennis stattfindet.

In drei Jahren wird dann das nächste Schwing- und Älplerfest in Pratteln stattfinden. Zu diesem habe das OK Pratteln schon einiges verlauten lassen, wie Aebi sagt: «Es wird ein weniger grosser Platz zur Verfügung stehen als in Zug. Dementsprechend werden auch die Arenen ein bisschen kleiner ausfallen. Zudem ist eine Hochspannungsleitung mitten auf dem Platz.» Für die Planung ist auch noch genügend Zeit, bis sich die Bösen am nächsten Eidgenössischen wieder messen.