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40 Antrittsbesuche abgestattet

Die Zuger Volkswirtschaftsdirektorin Silvia Thalmann-Gut hat die ersten drei Monate in ihrem Amt als sehr spannende, eindrückliche Zeit erlebt. Vor allem der Bereich Landwirtschaft ist ihr noch neu.
Cornelia Bisch
Silvia Thalmann in ihrem Büro in der Volkswirtschaftsdirektion. (Bild: Maria Schmid (Zug, 26. März 2019))

Silvia Thalmann in ihrem Büro in der Volkswirtschaftsdirektion. (Bild: Maria Schmid (Zug, 26. März 2019))

All das Neue habe sie aufgesogen wie ein Schwamm, verrät die 58-jährige Regierungsrätin Silvia Thalmann nach ihren ersten rund 100 Tagen im Amt. 40 Antrittsbesuche absolvierte die Volkswirtschaftsdirektorin in Begleitung von Generalsekretär Gianni Bomio bei den Ämtern, diversen kantonalen und regionalen Organisationen, Bildungsinstitutionen und Drittpartnern. «Diese Besuche sind wichtig», betont sie. «Damit drücken wir unser Interesse und unsere Wertschätzung aus und erfahren, wo der Schuh drückt.» Die Nähe, die man hier zueinander pflege, zeichne Zug aus. «In anderen, grösseren Kantonen wäre das gar nicht möglich.»

Die Volkswirtschaftsdirektion, der insgesamt zehn Ämter angehören, ist eines der grössten und vielseitigsten Direktorien im Kanton Zug. Mit den Themen Berufsbildung, Wirtschaft und Arbeit ist Silvia Thalmann von ihren früheren Tätigkeiten als Geschäftsleiterin des Zuger Berufsbildungs-Verbunds und Personalverantwortliche bei diversen Zuger Firmen bestens vertraut. Viele der Angestellten der Volkswirtschaftsdirektion kennt sie persönlich, sodass sie prädestiniert ist für diese verantwortungsvolle Aufgabe. Nur der Bereich Landwirtschaft ist Neuland für sie. «Da bin ich gefordert», gibt Thalmann offen zu. Sich damit zu befassen, sei jedoch hochinteressant. Und sie werde vom Amtsleiter Roger Bisig kompetent unterstützt.

Beim Besuch der Generalversammlung der Bäuerinnen sowie jener des Tierzuchtverbands haben sie einen ersten Eindruck davon erhalten, was in diesem Bereich geleistet werde. «Chapeau», fasst sie dies mit einem einzigen Wort zusammen.

Erste Amtsleiterin eingestellt

Die Volkswirtschaftsdirektion sei bestens aufgestellt, fährt sie fort. «Es ist eindrücklich für mich zu sehen, mit welchem Engagement und welcher Kompetenz die Amtsleiter ihre Verantwortung wahrnehmen.» Besonders freue es sie, dass mit Heike Machan, welche per 1. März die Leitung der Arbeitslosenkasse übernommen hat, die erste weibliche Amtsleiterin im Volkswirtschaftsdepartement gestartet ist. Auch die Zusammenarbeit mit den Ratskollegen funktioniere ausgezeichnet, betont Thalmann. «Wir begegnen uns auf Augenhöhe und diskutieren offen und sachlich.»

Der Bereich Aussenbeziehungen gehört ebenfalls zur Volkswirtschaftsdirektion. «Hier geht es darum, Beziehungen zu den Zentralschweizer Kantonen und zum Metropolitanraum Zürich zu pflegen.» Auch dies sei neu, spannend und herausfordernd für sie. Bisher hat die Direktorin zwei Staatsbesuche des indischen und des EU-Botschafters miterlebt. Das seien ganz besondere Begegnungen gewesen. «Was alle Gäste aus dem Ausland brennend interessiert, sind die Themen Crypto Valley und Blockchain. Auch Universitäten senden Delegationen her, um mehr über die Hintergründe dieser Ideen zu erfahren.»

Schwerpunkt der Zukunft: Fachkräftemangel

In den nächsten Monaten wird die Regierungsrätin ihre Antrittsbesuche bei den Zuger Unternehmen fortsetzten. «Im Moment gibt es nur relativ wenige Geschäfte im Regierungsrat.» Die drei scheidenden Räte hätten viele Geschäfte noch vor Jahresende abgeschlossen. «Ausserdem wurden durch die Sparbemühungen viele Prozesse durchgekämmt und gestrafft.» Dies entlaste nun die Arbeit der Regierung.

«In Zukunft wird uns das Problem des Fachkräftemangels stark beschäftigen», sagt Thalmann, denn die Babyboom-Generation gehe der Pensionierung entgegen und werde grosse Lücken hinterlassen. Mit der Eröffnung des Departements Informatik der Hochschule Luzern im kommenden Herbst in Rotkreuz werde ein wichtiger Schritt in diese Richtung abgeschlossen sein. Impulse für den Arbeitsmarkt werde sicher auch die geplante Höhere Fachschule für Informatik und Elektronik am GIBZ geben, ein Legislaturziel des Regierungsrats, das nun schrittweise umgesetzt werde. «Darüber hinaus müssen wir Stellensuchende, insbesondere Expats und Menschen der Generation 50+, mit Programmen bei der Arbeitssuche unterstützen.»

Der Zugang zu ausländischen Märkten sowie der Bereich Innovationsförderung werden künftig weitere Schwerpunkte darstellen. Dazu Silvia Thalmann: «Es braucht Effort und Flexibilität, um die Zuger Spitzenposition halten zu können.»

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