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40 Nummern voller Farbenpracht am Hünenberger Umzug

40 Nummern zogen am Güdeldienstag durch Hünenberg. Ein Wagen erregte besondere Aufmerksamkeit.

Martin Mühlebach
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Der Hünenberger Fasnachtsumzug, der sich am Güdeldienstag, 25. Februar, nach einem lauten Böllerknall um punkt 14.30 mit 40 Nummern in Bewegung setzte, vermochte die dicht gedrängt am Strassenrand stehenden Zuschauerinnen und Zuschauer zu begeistern. Nach den Quakerguggern strahlte das Eichezunftpaar Werni II. Schuler und Ruth, die Volkstümliche mit ihrem Gefolge um die Wette. Die mit Farbklecksen verschmierten Dreikäsehochs der Unterstufe vom Schulhaus Rony wandelten in den Fussstapfen berühmter Maler. Sie verteilten Ausschnitte aus ihren Kunstwerken. Die Leiterinnen betonten: «Gut aufbewahren, diese Bilder werden eine unglaubliche Wertsteigerung erfahren.» Vielleicht auch dank der Hünenberger Burghäxä die prophezeiten: «Es wird immer no ghäxt.»

Diese Bobmannschaft aus Jamaica kann sich sehen lassen - tat sie dann auch am Hünenberger Fasnachtsumzug.
15 Bilder
Das Jubiläum von Lego wurde in einem grossen Wagen ebenfalls thematisiert.
Die Gruppe Tschiggendales aus Hünenberg sorgte für wahren Konfettiregen...
...und zeigte ganz viele «Emojione».
Auch der Eichefrässer hatte am Umzug seinen Auftritt.
Ein Artgenosse des Eichefrässers, das Glückssäuli der 50-jährigen Musikschule Hünenberg.
Auch die jungen Eichezünfter auf der Eiche-Fähri durften nicht fehlen.
Hoher Besuch kam aus Steinhausen, der Steivater Gregor I. ...
...und aus Zug, mit dem Letzibuzäli-Prinzen Gregor I. («Kei seich», sie heissen wirklich beide Gregor)
Auch Luftgitarrenrock wurde am Hünenberger Umzug zum Besten gegeben.
Ob die Luftgitarrenspielerin wohl zu den Klängen von Descampados-Mitglied Gianna Himmelsbach Vollgas gab?
Urs Hürlimann gab derweil Volldampf fürs Eichekafi.
Auch ein Pharao machte seine Aufwartung.
Mit soviel Einsatz gibt das mal einen Topfeuerwehrmann!
Auch das Klima war einmal mehr ein Thema, allerdings eher mit einem Frauenargument.

Diese Bobmannschaft aus Jamaica kann sich sehen lassen - tat sie dann auch am Hünenberger Fasnachtsumzug.

Bild: Christian H. Hildebrand (Hünenberg, 25. Februar 2020)

Sicher war, dass dem glücklich strahlenden, gut gesättigten Eichefrässer, der glücklich strahlend von der einen auf die andere Strassenseite katapultiert wurde, der Häxezauber nichts nützen wird. Sein Tod auf dem Scheiterhaufen war beschlossene Sache. Mehrere Guggenmusigen, befreundete auswärtige Zünfte, in farbenprächtigen Gewändern steckende Gruppen und prachtvoll gebaute Wagen wurden von den Zuschauerinnen und Zuschauern mit Applaus bedacht, obschon sie beinahe tonnenweise mit Konfetti überschüttet wurden.

Guggenklänge und viel Konfetti im Kaffee

Vor allem von den Hüneberger Tschiggendales, die aufforderten: «Mal chli Emojione zeige. Nur wer dem Konfettiregen geschickt auswich, konnte die in rauen Mengen ausgeschenkten Bouillons, Punschs und Kaffees auch ohne Papierschnitzel im Becher geniessen. Ein besonders Kompliment verdienen die Eichezünftler, die einen wunderbaren, geradezu sensationellen Märliwagen gebaut haben. Ein kleines, erstaunlich echt aussehendes Wildschwein wuschelte sich unablässig zwischen den Eichen und den buntgefärbten, den Waldboden bedeckenden Blättern hindurch.

Nach dem Umzug spielten die Guggenmusigen auf, während sich das Publikum mit Essen und Trinken eindeckte. Gut gesättigt ging’s dann Richtung Scheiterhaufen, wo man dem zum Tod geweihten Eichfrässer die letzte Ehre erwies.

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