5 Millionen für die Internationale Privatschule

Die im Kanton Zug ansässige International School of Zug and Luzern soll mit einem Darlehen von 5 Millionen Franken vom Kanton Zug unterstützt werden. Dies hat der Kantonsrat entschieden.

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Der Campus der International School of Zug and Luzern an der Rothusstrasse im Industriegebiet Bösch in Hünenberg. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Der Campus der International School of Zug and Luzern an der Rothusstrasse im Industriegebiet Bösch in Hünenberg. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Mit 59 zu 15 Stimmen beschloss der Zuger Kantonsrat am Donnerstag, auf den Antrag der Regierung einzutreten, die International School of Zug and Luzern mit 5 Millionen Franken zu unterstützen. Die Regierung begründete das Darlehen damit, dass der Bildungs- und Wirtschaftsstandort gestärkt werden müsse: Internationale Schulen gehörten in Zug zu einem wichtigen Grundangebot des Wirtschafts- und Bildungsstandorts. Wenn die Kinder der internationalen Fachkräfte keinen Schulplatz erhalten würden, drohe eine Abwanderung von Unternehmen.

Keine Mehrheit für SVP-Antrag

Die SVP wollte auf die Vorlage nicht eintreten, konnte dafür aber nur 15 Parlamentarier gewinnen. Die Gegner - namentlich die SVP- und SP-Fraktion - monierten, es sei keine Aufgabe des Kantons, eine private Schule zu unterstützen. Zudem würden ausschliesslich Schüler von gut betuchten Eltern unterrichtet. Ausserdem würde damit ein Präjudiz geschaffen. Die SP störte sich zudem daran, dass das Darlehen mit einem vorteilhaften Zins von anfangs 0,75 und später 1,25 Prozent gewährt wird.

Die International School of Zug and Luzern will mit diesem Geld einen dritten Standort in Hünenberg bauen. Von den 1000 Schülern, die heute die Schule besuchen, stammen 93 Prozent aus ausländischen Familien, 7 Prozent sind Schweizer, wobei die meisten aus Mischehen stammen. Die Kosten für die Eltern betragen zwischen 21'000 und 31'000 Franken pro Jahr. Die Schüler bleiben durchschnittlich 3 bis 4 Jahre und ziehen dann weiter.

sda/zim