Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Zug: 50 Jahre Kleinkunst im Burgbachkeller

Der Burgbachkeller spielt heute im regionalen Kulturleben eine wichtige Rolle. Wie sich die kleine Bühne entwickelt hat und wer alles schon hier war, zeigt das originelle Jubiläumsbuch.
Monika Wegmann
Roland Schlumpf und Judith Wild blättern im 50-Jahr-Jubiläumsbuch des Burgbachkellers Zug. (Bild: Maria Schmid ( Zug, 23. August 2018 ))

Roland Schlumpf und Judith Wild blättern im 50-Jahr-Jubiläumsbuch des Burgbachkellers Zug.
(Bild: Maria Schmid ( Zug, 23. August 2018 ))

Wie das Burgbachkeller-Theater vor 50 Jahren realisiert werden konnte und wer sich alles dafür einsetzte, wissen viele Zuger. Trotzdem ist es sehr vergnüglich, noch einmal auf die Anfänge zurückzublicken. Diese Information bringt auf witzige Art und originell verpackt das neue Buch «Zug ... Zugabe» näher, das am Samstag, 1. September, an einer öffentlichen Buchvernissage im Kellertheater präsentiert wird.

Das Buch ist fantasievoll mit vielen Bildern gestaltet. Es hat die Struktur einer Aufführung und wirft aus der Sicht der Mauern, des Bodens und der Bühne einen Blick ins frühere Geschehen. Und es sorgt wirklich für ein «Aha-Erlebnis», auf den alten Fotos zu sehen, wer alles schon auf der Kleinbühne gestanden hat. Fast alle wichtigen Künstler der Kleinkunstszene sind schon einmal hier aufgetreten: So wie beispielsweise Georg Kreisler, Jaap Achterberg, Cornelia Montani, Max Huwyler, Osy Zimmermann, Hans Hassler, Gardi Hutter, La Lupa, Mani Matter, Irene Schweizer, Franz Hohler, Dodo Hug, Endo Anaconda, Margrit Läubli, Ces Keiser sowie diverse Theatergruppen, Cabarets und Bands. Manche sind heute auf grossen Bühnen präsent.

Gratulationen der Künstler

Gerne erinnern sich die Kunstschaffenden an ihre Gastspiele in Zug, viele haben im Jubiläumsbuch heiter gratuliert. Doch nicht nur die Künstler sind für ein Kleintheater mit 100 Plätzen wichtig. Auch alle hinter den Kulissen, von der Leitung bis zum Bühnenbildner und der Stiftung gehören dazu. Nicht immer lief alles rund: Es gab Hochs und Tiefs. So ist heute seit rund 23 Jahren, nach der Ära Geni und Annemarie Hotz und Annelies Ursin, der Zuger Roland Schlumpf für den Betrieb verantwortlich. Doch im kommenden Jahr steht in der Leitung ein Wechsel an.

«Es wäre schön, wenn künftig ein jüngeres Publikum animiert würde», sagt Schlumpf mit Blick auf die jüngeren Nachfolgerinnen. Unter seiner Leitung hat sich das Theater positiv entwickelt: «Früher hatten wir 40 bis 50 Aufführungen, heute sind es rund 100. Unsere Auslastung beträgt durchschnittlich 55 bis 60 Prozent.» Damals betrug sein Pensum 20 Prozent, heute sind es 80. Und erfreulicherweise sei der frühere vertragslose Zustand längst vorbei. Fast gleich lang engagiert sich Judith Wild-Haas, Präsidentin des Stiftungsrates, für das Theater. Sie freut sich über das Jubiläumsbuch: «Es ist wichtig festzuhalten, was früher war, es geht soviel verloren.» Wichtig sei ihr, dass Stadt und Kanton dem Kleintheater immer wohlwollend gegenübergestanden hätten.

Spannende Anlässe und Premieren

Das Jubiläumsprogramm bietet Schlag auf Schlag noch weitere Highlights an. Nach der Buchvernissage findet am 8. September ab 14 Uhr in der St.-Oswald-Gasse ein Strassenfest für Gross und Klein statt: mit Blehmuzik, Cafe Mondial, Strassentheater, Fahrieté, Andrew Bond und mehr. Die 16 bemalten Bänke an der Seepromenade gehören ebenfalls zu den Jubiläumsaktionen: Sie werden am 28. Oktober, musikalisch umrahmt, an einer Auktion im Burgbachsaal verkauft.

Weiter darf sich das Publikum auf ein Wiedersehen mit Künstlern freuen, die ehemals als Unbekannte im Burgbachkeller aufgetreten sind: Kreisler singt Kreisler (15. September); Jam-Session mit Zuger Jazzmusikern (29. September); Hans Kennel – Wood & Brass (7. Oktober); Premiere Kulisse – Tell im Keller (20. Oktober); Toni Vescoli (29. November) und Dodo Hug (7. Dezember). Auch die Aufführung von Looslis Marionetten «Der Kleine Prinz» (20. November) gehört dazu. «Hier wird das Schulhaus Burgbach zur Vorstellung am Nachmittag eingeladen, abends können alle kommen», so Schlumpf.

Von Cervantes bis Molière

Ab Mitte Januar 2019 werden die Zuger Spiillüüt zum Jubiläum eine überarbeitete Version des «Schwarzen Schumachers» präsentieren. Weitere Premieren sind: «Don Quixote von Cervantes, «Der Trafikant» von Robert Seetaler, «Der Geizige» von Molière, «Erben» mit der Theatergruppe Grenzgänger, Osy Zimmermann, und «Im Dschungel» mit den Screaming Potatoes.

Wie Judith Wild sagt, haben die Vorbereitungen für das Jubiläum bereits lange im Voraus begonnen: «Wir haben uns zuerst auf die Geldsuche begeben, bevor wir die Projekte lancierten.» Das Budget beträgt jetzt 180000 Franken. Dank der Stiftung, der öffentlichen Hand und grossen Gönnern sei die Finanzierung der Aktivitäten gesichert. Fazit: 50 Jahre Burgbachkeller ist sicher ein Grund zum Feiern – auch mit dem Publikum.

Hinweis

Öffentliche Vernissage für das Jubiläumsbuch «Zug ... Zugabe» des Burgbachkellers mit Überraschungen: Samstag, 1. September, 20 Uhr, an der St.-Oswaldsgasse 3, Zug.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.