Leserbrief

5G ermöglicht einen technologischen, qualitativen Fortschritt

Zur 5G-Technologie Zum Geburtstag der Schweiz von vergangenem Samstag wünsche ich sichere, gute und wertschöpfende Arbeitsplätze. Jetzt erst recht – nachdem die Pandemie unser Leben in vielen Bereichen massiv eingeschränkt hat. Gleichzeitig aber müssen wir damit rechnen, dass wir das Coronavirus wohl nicht so schnell loswerden.

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Ich bin überzeugt, dass eine grosse Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer die Chancen der 5G-Technologie zu schätzen und zu natürlich auch zu nutzen weiss. Viele unter ihnen wünschen sich jedoch keine 5G-Antennen in Ihrer unmittelbaren Nähe. Dies, weil behauptet wird, dass die Strahlen schädlich sind, obwohl es keine Studien gibt, die belegen, dass dem so ist.

Zwei Fakten stehen für mich im Vordergrund, um die eventuelle Gefahr, die von 5G für uns Menschen ausgeht, zu beurteilen. Fakt 1: Wie schon bei den Frequenzen 2 bis 4G gilt auch für 5G, dass die Strahlenwerte, die von unseren Handys ausgehen, viel höher sind als diejenigen von den Antennen.

Fakt 2: Seit der Einführung der 2G-Netze, welche fast 40 Jahre zurückliegt, ist mir keine sinkende Lebenserwartung aufgefallen – im Gegenteil. Wenn wir noch bei Schäden für Mensch und Umwelt sind: 5G ermöglicht einen technologischen, qualitativen Fortschritt, welcher uns ermöglicht, die Umwelt zu schonen– und das, ohne uns einzuschränken. Ich wage die These aufzustellen, dass «qualitativer Fortschritt» den Ausdruck «Wirtschaftswachstum» langfristig ersetzen wird und sich die Ziele von Mensch und Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft hierdurch definieren werden. Die 5G-Technologie hilft uns dabei die Qualität auf allen Ebenen zu steigern.

Das Zuger Tech-Ökosystem zeigt uns auf, wie technologische Entwicklung zu gesellschaftlichem Wohlstand und hoher Lebensqualität führt. Vieles hängt allerdings davon ab, dass wir allen Menschen ein Bildungsangebot zur Verfügung stellen, damit sie am technologischen Wandel einerseits partizipieren und andererseits diesen auch gestalten können. Dies gilt in Kombination mit der Modernisierung der Infrastruktur.

Dank Homeoffice werden Pendlerströme abnehmen, dank 3D-Drucker werden Transportwege von zu produzierenden Waren massiv verkürzt. Dies funktioniert mit einer höheren Kapazität der Infrastruktur, worüber die Daten transportiert werden. 5G hilft dabei. Das Virus hat uns sehr genau gezeigt, dass wir an unsere Kapazitätsgrenzen gestossen sind. Des Weiteren wissen wir, dass sich die Datenmenge alle 18 Monate verdoppelt – wir riskieren also einen Datenstau.

Die Liste der Vorteile ist noch viel länger. Aber ich will Sie nicht langweilen und komme nun zum Schluss: Geben wir alle unserer Schweiz und dem Werkstandort Zug ein tolles Geburtstagsgeschenk, indem wir uns für den Technologiefortschritt einsetzen. Dadurch sichern wir zukunftsfähige und wertschöpfungsintensive Arbeitsplätze sowie gesellschaftlichen Wohlstand.

Cédric Schmid, Präsident FDP Stadt Zug und Vorstand LibFab4