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Zug: 80-Meter-Holzhochhaus geplant

Die Grundeigentümer im Geviert Baarer-, Göbli-, Industrie- und Mattenstrasse spannen zusammen. Ein Studienauftrag soll zeigen, was möglich ist – und die V-Zug will mit preisgünstigen Wohnungen hoch hinaus.
Andrea Muff
Die Luftaufnahme zeigt das Geviert (farbig) im Guthirt-Quartier: Im hinteren Bereich links soll das Hochhaus entstehen. (Bild: PD/Stadt Zug)

Die Luftaufnahme zeigt das Geviert (farbig) im Guthirt-Quartier: Im hinteren Bereich links soll das Hochhaus entstehen. (Bild: PD/Stadt Zug)

Es tut sich was im Guthirt-Quartier: Neben den Arbeiten an der Göblistrasse und den Baustellen für die Entwässerung Zug Nord und Circulago liegt bereits ein neues, grosses Projekt auf dem Schreibtisch der Planer. Gestern verkündeten André Wicki (SVP), Bauchef und Stadtratsvizepräsident, und Beat Weiss, Geschäftsführer V-Zug Immobilien AG, den Start zum Studienverfahren im Geviert Baarer-, Göbli-, Industrie- und Mattenstrasse sowie zum Gesamtleistungswettbewerb für das Hochhaus «Pi». Das 80-Meter-Holzhochhaus mit mehrheitlich preisgünstigen Wohnungen wird von der V-Zug geplant. Das Hochhausreglement der Stadt bezeichnet das Gebiet als einen dafür geeigneten Standort. Kostenpunkt: «Wahrscheinlich irgendwo bei 80 Millionen Franken», vermutet Weiss.

Das Ziel des Studienverfahrens zum städtebaulichen Gesamtkonzept und des Projektwettbewerbs zum Hochhaus: Die Grundeigentümer (Vaudoise Versicherungen, Stockwerkeigentümerschaft Baarerstrasse 94, V-Zug Immobilien AG und Kanton Zug) wollen damit an einem Strick ziehen. «Allen Beteiligten ist es wichtig, das Geviert aus einer gesamtheitlichen Perspektive zu betrachten und das Gebiet städtebaulich aufzuwerten», erklärte André Wicki den anwesenden Grundeigentümern und Medienschaffenden. Bis Mitte 2019 sollen Studienverfahren und Wettbewerb, an denen sich sechs Architekturbüros beteiligen, abgeschlossen sein. Anschliessend werde der Bebauungsplan ausgearbeitet, der Mitte 2021 rechtskräftig sein soll.

17 000 Quadratmeter vermietbare Wohnfläche

Die Planung der V-Zug für das Holzhochhaus «Pi» an der Strassenkreuzung Baarer-/Göblistrasse ist bereits fortgeschritten. Es wird eine vermietbare Wohnfläche von 17 000 Quadratmetern angestrebt. Mit einer Höhe von 80 Metern stellt das geplante Holzhochhaus, auch diejenigen auf dem Suurstoffi-Areal in Rotkreuz (36 Meter und 60 Meter) in den Schatten. Mit diesem Projekt wolle die V-Zug Arbeiten und Wohnen näher zusammenbringen. «Uns geht es primär um bezahlbares Wohnen», erklärte Weiss. Damit meine er nicht «preisgünstig à la Zug», sondern bezahlbar für Mitarbeiter, die zu Fuss zur Arbeit im Technologiecluster gehen können. Dies sollen klein geschnittene, hochwertige Wohnungen sein. «Wir machen dies ohne Wohnbauförderung», stellte Beat Weiss klar. Ein kleiner Teil der Wohnungen soll zu marktüblichen Preisen vermietet werden.

Auf der Parzelle, wo das Hochhaus geplant wird, steht bereits ein Gebäude der Pensionskasse der V-Zug mit günstigen Wohnungen. Das Haus sei aber inzwischen in die Jahre gekommen. Mit dem neuen Projekt werden die preisgünstigen Wohnungen mehr als verdoppelt, heisst es weiter.

Zudem werde geprüft, ob auch Räume für die ausserschulische Betreuung und eine zusätzliche Turnhalle der Primarschule Guthirt Platz finden, so Beat Weiss. Damit würde die nahe gelegene Schulanlage von einem flächen- und volumenintensiven weiteren Ausbau entlastet werden.

Wie viel Holz ist tatsächlich möglich?

Nun sei zu prüfen, wie die ganzen Anforderungen unter einen Hut gebracht werden können. Das ist Gegenstand des lancierten Wettbewerbs. Die V-Zug beabsichtige damit, ein Innovationsprojekt nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit zu realisieren. Eine weitere Frage sei auch, wie viel Holz tatsächlich möglich sei. «Wie weit kann man das Holz sichtbar machen?», sei ebenfalls eine Aufgabe, der nachgegangen werde, so Beat Weiss. Für André Wicki ist klar: «Holz ist auf dem Vormarsch und das ist gut so.»

Damit der Holzbau auch zum Quartier und zum Stadtbild passt, wird gleichzeitig das städtebauliche Studienverfahren gestartet. Ziel dieses Verfahrens sei, das Geviert aus gesamtheitlicher Perspektive zu betrachten und die Rahmenbedingungen für eine Weiterentwicklung zu definieren, machte André Wicki klar. Denn auch die sogenannte «Rote Post» an der Baarerstrasse werde in naher Zukunft ihre Nutzungsdauer erreicht haben.

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