A4 KNONAUERAMT: Kürzere Arbeitswege und mehr Pendler

Eine Studie zeigt, welche Vor- und Nachteile die Eröffnung der A4 durch das Knonaueramt für den Kanton Zug bringt. Vor allem mit stärkerem Pendlerverkehr müsse gerechnet werden.

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Bald rollt hier der Verkehr: Blick von der Chamer Blegikurve der A4 in Richtung Knonau. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Bald rollt hier der Verkehr: Blick von der Chamer Blegikurve der A4 in Richtung Knonau. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Am 13. November wird die A4 durch das Knonaueramt dem Verkehr übergeben. Damit schliesst sich eine Lücke im schweizerischen Nationalstrassennetz, schreibt die Baudirektion des Kantons Zug in einer Mitteilung. Das neue Autobahnteilstück werde eine Verbindung für den Kanton Zug zum Grossraum Zürich und zum Mittelland herstellen.

Zusammenhängender Wirtschaftsraum
Das Amt für Raumplanung der Zuger Baudirektion hat eine Studie in Auftrag gegeben, um die Nebeneffekte durch die Eröffnung prüfen zu lassen. Das Institut für Betriebs- und Regionalökonomie IBR der Hochschule Luzern nennt in der Studie einige Vorzüge der Autobahneröffnung:

  • stärkere Anbindung des Kantons Zug an den Metropolitanraum Zürich dank stark verkürzter Fahrzeiten  
  • die Achse Zürich-Zug-Luzern als zusammenhängender Wirtschaftsraum gewinnt an Bedeutung  
  • Branchen wie Grosshandel, Informatik- und Unternehmensdienstleistungen oder die High-Tech-Industrie werden im Kanton Zug zusätzlich gestärkt  
  • Vorteile für internationale Unternehmen, dank kürzerer Fahrzeit an den Flughafen Zürich  
  • Entlastung verschiedener Kantonsstrassen im Kanton Zug.

Hohe Grundstückspreise und mehr Pendler
Die bessere Erreichbarkeit des Kantons Zug führt laut Studie aber auch zu einem verstärktem Pendleraufkommen. Mehrverkehr erwarten die Autoren vor allem aus den Nachbarregionen. Nachteilig werden die höheren Grundstücks- und Immobilienpreise schliesslich auch für Betriebe sein, die über einen grossen Flächenbedarf verfügen (Logistik, Lager, Einkaufszentren).

Die Studie empfiehlt, dass das künftige Siedlungswachstum konsequent am öffentlichen Verkehr ausgerichtet und bedarfsgerecht ausgebaut wird. Auch die geplanten Strassenbauvorhaben seien zügig zu realisieren, heisst es.

ana