Ab 7. August kann im Ägeribad wieder gerutscht werden

Nach zwei Unfällen innert kurzer Zeit sperrte der Verwaltungsrat des Ägeribads die Rutschbahn vorübergehend.

Fabian Gubser
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Am Sonntag lag ein 35-jähriger Mann regungslos im Ausstiegsbereich der Wasserrutschbahn des Ägeribads. (Bild: Stefan Kaiser, Oberägeri, 6. August 2019)

Am Sonntag lag ein 35-jähriger Mann regungslos im Ausstiegsbereich der Wasserrutschbahn des Ägeribads. (Bild: Stefan Kaiser, Oberägeri, 6. August 2019)

Die Wasserrutschbahn des Ägeribads in Oberägeri ist seit dessen Eröffnung vor rund zehn Monaten in Betrieb. Die Bahn mit Lichteffekten ist rund 65 Meter lang und für Kinder ab acht Jahren geeignet. Die Bewertungen von bisherigen Gästen reichen von «nicht spektakulär» bis «ziemlich rassig». Bis vor kurzem kam es zu keinen Zwischenfällen – nun jedoch innert kurzer Zeit gleich zu zweien. Beim Unfall am vergangenen Sonntag lag ein 35-jähriger Mann regungslos im Ausstiegsbereich der Wasserrutschbahn. Zur Kontrolle wurde er mit einem Rettungshelikopter in ein ausserkantonales Spital überführt. Der Verunfallte konnte selbstständig zum Helikopter laufen, sagte Pius Meier, Verwaltungsratspräsident der Ägeribad AG. Laut einer Mitteilung der Zuger Polizei dürfte sich der Mann auf der Wasserrutschbahn selbstständig den Kopf gestossen und dadurch das Bewusstsein verloren haben. Davon geht auch Meier aus. Mittlerweile habe die verunfallte Person das Spital wieder verlassen können und sei bei bester Gesundheit, weiss der Verwaltungsratspräsident weiter.

Neue Massnahmen sollen Tempo drosseln

Der erste Unfall passierte vor ungefähr eineinhalb Wochen nach dem gleichen Muster. Die Person schlug sich während der Fahrt ebenfalls den Kopf an und wurde am Ende der Rutschbahn ohnmächtig aufgefunden. «Sie kam dann aber wieder schnell zu sich», erzählt Meier. In der Folge wurde die Wasserrutschbahn von Montag bis Dienstag vorläufig gesperrt. Während der Sperrung führte der Hersteller der Rutsche vor Ort verschiedene Versuche durch. Laut Meier zeigte sich, dass die Bahn gemäss Sicherheitsvorschriften betrieben worden ist. Deswegen sei die Wasserrutschbahn ab Mittwoch, 7. August wieder benutzbar. Trotzdem habe man sich für zwei Massnahmen entschieden, um das Tempo zu reduzieren: Einerseits fliesst – obwohl es paradox klingt – neu mehr Wasser als bisher. Andererseits habe man beim Einstieg jene Griffe abgedeckt, mit denen bis anhin zusätzlicher Schwung geholt werden konnte. Was genau bei den zwei Unfällen passierte, bleibt unklar. Meier weist darauf hin, dass es sich um eine Wasserrutschbahn mittleren Schwierigkeitsgrades handle und dieser Bahntyp in weitverbreitetem Einsatz stehe.