Ab Sonntag gilt im Zuger öV wieder der Viertelstundentakt bis 21 Uhr

Die Änderungen beim Fahrplanwechsel eröffnen im Ennetsee eine neue Vebindung.

Marco Morosoli
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Die Buslinie 1 fährt von Zug nach Oberägeri und retour.

Die Buslinie 1 fährt von Zug nach Oberägeri und retour.

Bild:Stefan Kaiser (Oberägeri, 18. Juni 2018)

Übermorgen Sonntag ist Fahrplanwechsel. Im Kanton Zug verändert sich der Fahrplan auf der Schiene wie auch auf der Strasse in zweierlei Hinsicht. Einerseits gilt ab Sonntag der Viertelstundentakt wieder bis um 21 Uhr. Dieser ist 2015 dem Sparstift zum Opfer gefallen. Andererseits entsteht an Werktagen eine neue Verbindung zwischen Cham und Knonau.

Das eröffnet Reisenden aus dem Ennetsee, die im Westen der Stadt Zürich zu tun haben, eine neue Route. In Knonau bestehen schlanke Anschlüsse auf die S5 in Richtung Zürich Hauptbahnhof. Auch in der umgekehrten Richtung funktioniert die Reisekette. Dies, weil Knonau ein Kreuzungspunkt für S5-Züge ist. Die Zeiten, in den die Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) ihre gedruckten Fahrpläne in allen Haushalten verteilt hat, sind vorbei. Als papiermässigen Ersatz gibt es ein Tabloid-Magazin, in welchem die Änderungen notiert sind. Jedoch: Wer den Fahrplan für das ganze ZVB-Netz weiterhin auf Papier haben will, geht nicht leer aus. Am Layout hat das Transportunternehmen festgehalten. Den Fahrplan kann zwar ein jeder auch mit dem Smartphone herunterladen oder abchecken. Wer sich hingegen auf die Schnelle einen Überblick verschaffen will, fährt mit dem 130 Gramm schweren Papierprodukt immer noch gut.

Seit die SBB ihre Fahrpläne nicht mehr selber drucken, besorgt dies die Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr, Pro Bahn Schweiz und der Verkehrsclub der Schweiz. Bis anhin hat das Layout den früheren Fahrplänen entsprochen. Zusammen mit dem Update wegen der Sperre am Ostufer des Zugersees bringt diese Edition etwas mehr als ein Kilo auf die Waage.

Nationaler Fahrplan in neuem Erscheinungsbild

Das Fahrplanbuch 2019/20 ist in dieser Art in der Schweiz ein Novum. Es ist im Format A4 gedruckt. Wer es dann zum ersten Mal aufschlägt, der zuckt zusammen. Die Fahrplantabellen haben ein völlig anderes Erscheinungsbild erhalten. Die Namen der Bahnhöfe auf einer bestimmten Strecke sind nicht mehr so stark eingefettet wie bis anhin. Zudem sind sie kleiner als gewohnt gehalten. Sie unter schlechtem Licht zu entziffern zu versuchen, dürfte schwierig werden. Immerhin bleibt durch die unübliche Formatwahl viel freie Fläche übrig. Etwas gar bescheiden sind auch die Streckennummern gehalten. Glücklicherweise haben die Fahrplanmacher die historisch gewachsene Abfolge nicht verändert. Eher nicht für die neue Ausgabe des Bahnfahrplans spricht, dass mit dem grösseren Format auch das Gewicht gestiegen ist. Es beträgt fast zwei Kilogramm. Mit 19.80 Franken ist hingegen der Preis für das Werk sehr moderat.

Interessant ist, dass es – trotz Internet – auch weiterhin den «European Rail Timetable» auf Papier gibt. Diese Fahrpläne sind für Personen, die gerne mit der Bahn unterwegs sind, sehr hilfreich, denn nicht in jedem europäischen Land funktionieren die Apps der Bahnen so gut wie in der Schweiz.