ABBAU: Stellenabbau bei Landis+Gyr in Zug

Landis+Gyr baut in Europa rund 300 Stellen ab. Betroffen ist auch die Schweiz, wo in Zug und Fehraltorf bis zu 50 von derzeit rund 400 Stellen verloren gehen.

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Der Landis+Gyr-Hauptsitz in Zug. (Bild pd)

Der Landis+Gyr-Hauptsitz in Zug. (Bild pd)

Als Grund nannte das Energiemanagement-Unternehmen, das als weltweiter Marktführer im Bereich Smart Metering gilt, einen Bestellungsrückgang in Europa. Die Nachfrage in Europa werde wahrscheinlich erst mittelfristig wieder anziehen, weshalb Landis+Gyr gezwungen sei, seine Kostenstruktur anzupassen. Die Gruppe beschäftigt weltweit rund 5.000 Mitarbeitende in 31 Ländern. In den USA herrsche nach wie vor eine grosse Nachfrage nach Smart Metering Lösungen, hiess es weiter. Bei Smart Metering handelt es sich um intelligente Stromzähler und Zählsysteme, die den klassischen Stromzähler ablösen und die Energieversorgungsunternehmen und Endkunden in Echtzeit über Angebot, Kosten und Verbrauch informieren. 

Der Trend hin zum Smart Metering hatte sich laut Landis+Gyr auch in Europa angekündigt, weshalb man massiv in dieses Geschäft investiert habe. Doch nun erfolge der Umstieg auf Smart Metering in den grossen europäischen Ländern später als erwartet. Hinzu komme, dass die Wirtschaftskrise zu einem sinkenden Energiekonsum geführt habe, was zu Umsatzeinbussen bei den Energieunternehmen und entsprechend verzögerten Investitionen geführt habe, begründete das Unternehmen mit Sitz in Zug.

ap