ABBRUCHVERSUCH: Beim Hasenbüel sind Bagger aufgefahren

Am Donnerstag wurde versucht, die historische Villa Hasenbüel dem Erdboden gleichzumachen. Versucht – denn die Stadt hat prompt reagiert.

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Zankapfel: Die Villa Hasenbüel. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Zankapfel: Die Villa Hasenbüel. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Anwohner der im Quartier Gimenen in Zug gelegenen Liegenschaft Hasenbüel stellten am Donnerstagmorgen fest, dass mit dem Abbruch der aus dem 19. Jahrhundert stammenden Villa Hasenbüel begonnen wurde, wie das Initiativkomitee Hasenbüel Zug mitteilt. Da keine rechtsgültige Abbruchbewilligung vorliegt, wurde die Aktion von den städtischen Behörden mittels eines Baustopps verhindert.

Hintergrund des Abbruchversuchs ist eine seit einigen Monaten schwelende Auseinandersetzung um die Zukunft des Hasenbüels. Im Sommer 2008 wurde eine Volksinitiative mit über 1100 Unterschriften eingereicht, welche die Schaffung einer speziellen Planungszone im Hasenbüel verlangt. Ziel der Initiative ist es, den Hasenbüel vor der geplanten Komplettüberbauung zu schützen und so das Quartier Gimenen städtebaulich aufzuwerten. Die Initiative wurde jedoch vom Stadtparlament als ungültig erklärt. Dagegen reichten die Initianten Beschwerde beim Regierungsrat ein, dessen Entscheid diesen Monat fallen soll.

scd/any

Mehr zum Thema lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.