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Kommentar

Rücktritt verdienter Politiker in Zug: Jetzt heisst es Abschied nehmen

«Zug um Zug» zum Rücktritt verdienter Politiker im Kanton Zug
Andrea Muff
Andrea Muff

Andrea Muff

Wir befinden uns in der Zeit des Abschieds und des Neuanfangs – zumindest politisch betrachtet. Nicht nur auf der eidgenössischen Bühne gibt es mit dem Rücktritt von Doris Leuthard und Johann Schneider-Ammann per Ende Jahr einen Wechsel, auch im Kanton Zug verschwinden langjährige Politiker aus dem Rampenlicht. Meist freiwillig, aber nicht nur. Sie machen Platz für neue Leute.

Für die scheidenden Räte auf kantonaler und kommunaler Ebene beginnt mit diesem Schritt ein neuer Lebensabschnitt. Oft verbrachten sie ihr halbes Berufsleben in einem politischen Gremium und engagierten sich im öffentlichen Dienst. Einige wirklich langjährige Politiker ziehen sich zurück: darunter Regula Hürlimann (Gemeindepräsidentin Hünenberg, 20 Jahre in der Exekutive), Barbara Hofstetter (Gemeindepräsidentin Steinhausen, 20 Jahre), Matthias Michel (Regierungsrat, 16 Jahre), Paul Langenegger (Baarer Gemeinderat, 24 Jahre) oder Dolfi Müller (Stadtpräsident Zug, 16 Jahre).

Die abtretenden Exekutivmitglieder freuen sich auf den neuen Lebensabschnitt: auf Weltreisen, die Enkelkinder, mehr Freizeit und leere Terminkalender. Für die meisten Politiker war Ferien während ihrer Amtszeit nämlich ein Fremdwort. Frau Landammann Manuela Weichelt-Picard (12 Jahre im Regierungsrat) nannte sie etwa «bürofreie Zeit».

Diese Ziele erfahren wir als Journalisten im Zusammenhang mit unserer Abschieds-Serie, die wir in den letzten Tagen in unseren Wochenausgaben publizierten. Es ist eine Art Laudatio auf das Schaffen und Engagement zu ihren Diensten an der Öffentlichkeit. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir persönlich mit der Politik des scheidenden Exekutivmitglieds einverstanden sind oder waren. Wichtig ist, den Abstand zu wahren. Es geht schliesslich um die Sache und nicht etwa um die Parteizugehörigkeit.

Dass dies nicht jeder kann, bewies an der letzten Sitzung der Legislatur ein SVP-Kantonsrat, als er die Laudatio für die ALG-Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard hielt. Von «Affront» und «respektlos» war danach die Rede unter den Kantonsratsmitgliedern. So schien die Rede des besagten SVP-Kantonsrats unvorbereitet und unmotiviert vorgetragen.

Scheidende Exekutivmitglieder haben aber einen würdigen Abschied verdient – und natürlich auch eine längere Reise, eine leere Agenda und ganz viel Ruhe.

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