ABSTIMMUNG: Auch Zug lehnt das HarmoS-Konkordat ab

Der Kanton Zug will dem Konkordat über die Harmonisierung der Volksschulen nicht beitreten. Im Vergleich zu Uri kam der Entscheid jedoch extrem knapp zustande.

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Kinder im Kindergarten St. Johannes in Zug. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Kinder im Kindergarten St. Johannes in Zug. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

An der Volksabstimmung vom Sonntag standen sich 16'883 Nein- und 16'810 Ja-Stimmen gegenüber (50,11 zu 49,89 Prozent). Die Stimmbeteiligung lag bei 49,13 Prozent. Zur Abstimmung war es gekommen, weil die SVP das Referendum gegen einen Beschluss des Kantonsrats ergriffen hatte.

Das Komitee Pro HarmoS Zug bedauert das Nein zur Harmonisierung der obligatorischen Schule durch die Zuger Stimmbürger, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Mit der Ablehnung der Vorlage sei der Kanton in Sachen Bildung weiterhin auf sich alleine gestellt.

HarmoS (interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule) ist seit August in 10 Kantonen in Kraft. In der Zentralschweiz hatten Luzern und Nidwalden den HarmoS-Beitritt an der Urne abgelehnt. Auch der Schwyzer Kantonsrat hat das Konkordat verworfen. Obwalden hat das Geschäft sistiert und will zuwarten. Neben Zug entschied auch der Kanton Uri am Sonntag an der Urne abschlägig über den Beitritt. Der derweil befürworteten die Stimmbürger diesen im Kanton Bern.

red