ABSTIMMUNG: Bebauungsplan Belverdere deutlich gescheitert

Der erste Anlauf, das Areal des alten Zuger Kantonsspitals in der Stadt Zug zu überbauen, ist gescheitert. Die Stimmberechtigten haben am Sonntag den Bebauungsplan Belvedere deutlich verworfen.

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Das ehemalige Personalhaus des Kantonsspitals auf dem umstrittenen Areal. (Bild Patrik Pauli/Neue ZZ)

Das ehemalige Personalhaus des Kantonsspitals auf dem umstrittenen Areal. (Bild Patrik Pauli/Neue ZZ)

Das Projekt wurde mit rund 55 Prozent Nein-Stimmen (4878 Nein zu 3983 Ja) verworfen. Die Stimmbeteiligung lag bei 54,5 Prozent. Der Stadtrat bedauerte am Sonntag den Ausgang der Abstimmung. Er hätte gerne ein Ja gesehen, das Nein habe aber in den letzten Wochen "in der Luft gelegen" musste er nach der Niederlage einräumen. Das Projekt sei "nicht mehrheitsfähig".

Am 30. August erfolgte die Eröffnung des neuen Kantonsspitals in Baar. Das Zuger Parlament hatte im Mai dem Bebaungsprojekt am alten Standort in Zug zugestimmt, dagegen wurde jedoch von Links das Referendum ergriffen, weshalb es am Sonnag zur Volksabstimmung kam.

Geplant war auf dem grossen Areal im Süden der Stadt ein Hotel mit Restaurant, eine Seniorenresidenz mit Pflegewohnheim, zwei Wohnhäuser und eine Parkanlage. Dafür machte sich eine private Investorengruppe stark.

Laut Stadtrat ist jetzt für das Areal eine neue gestalterische Lösung gefragt. In der Übergangszeit beanspruche die Stadtverwaltung einen Teil der ehemaligen Kantonsspital-Liegenschaft als Provisorium, heisst es weiter.

sda