ABSTIMMUNG: Belvedere: Stadtrat tritt aus dem Komitee aus

Die städtische Exekutive zieht die Konsequenz aus den heftigen Diskussionen der letzten Wochen. Und nimmt sich den Regierungsrat zum Vorbild.

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Stadtpräsident Dolfi Müller. (Bild Christoph Borner-Keller/Neue ZZ)

Stadtpräsident Dolfi Müller. (Bild Christoph Borner-Keller/Neue ZZ)

Das Überraschungsmoment hatte am (gestrigen) Dienstag Stadtpräsident Dolfi Müller sicher auf seiner Seite. Im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) verkündete er, dass der Stadtrat «als Gesamtstadtrat aus dem Komitee ?Belvedere Ja? austreten wird». Dies, weil sich Sozialchef Andreas Bossard öffentlich gegen das Projekt bekannt hat. «Mit diesem freiwilligen Austritt tun wir den notwendigen Schritt zur Beruhigung der Situation», kommentierte Müller die heftigen Diskussionen der letzten Wochen.

Zudem kündigte der Stadtpräsident an, dass er und seine Kollegen die Lehren aus den Geschehnissen gezogen hätten und jetzt Richtlinien erlassen würden, wie sie sich künftig in Abstimmungskämpfen verhalten wollen. So wie es die Regierung bereits getan hat. Das Pro-Komitee muss nun aber nicht gänzlich auf stadträtliche Unterstützung verzichten. Denn ausser Bossard treten ihm die anderen vier Stadträte als Einzelpersonen wieder bei.

«Zu spät»
SP-Gemeinderätin Susanne Giger, die wegen des Stadtratsbeitritts beim Regierungsrat eine Beschwerde eingereicht hatte, reagierte mit Genugtuung auf die Nachricht. «Doch der Austritt kommt zu spät», sagte sie.

Yvonne Anlinker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.