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ABSTIMMUNG: Das Schulhaus Sunnegrund 1 in Steinhausen wird zum Musikschulzentrum

Das Schulhaus Sunnegrund 1 wird zum Musikschulzentrum umgebaut. Die teilnehmenden Stimmbürger sprechen sich deutlich für den Kredit von 5,3 Millionen Franken aus.
Im Schulhaus Sunnegrund 1 soll die Musik künftig die Hauptrolle spielen. (Bild: Stefan Kaiser (Steinhausen, 3. November 2015))

Im Schulhaus Sunnegrund 1 soll die Musik künftig die Hauptrolle spielen. (Bild: Stefan Kaiser (Steinhausen, 3. November 2015))

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

Klänge beschäftigen die Steinhauser in der letzten Zeit öfter. Zunächst war da die Einweihung des neuen Baus «Dreiklang» Ende September, gestern ging es um ein ganzes Gebäude voller Töne: das neue Musikzentrum, das nach den Plänen des Gemeinderats im Schulhaus Sunnegrund 1 entstehen soll. Auf 1675 der 2366 gültigen Stimmzettel stand ein Ja – das entspricht fast 71 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 38 Prozent. Der Steinhauser Bauvorsteher Andreas Hürlimann (ALG) sprach von der «sehr grossen Freude», dass die Bevölkerung im Einklang mit dem Gemeinderat sei.

Rund 5,3 Millionen Franken beträgt der Kredit, um das erste Schulhaus der Gemeinde für seine neue Bestimmung zu verändern. Der Umbau soll auf das Schuljahr 2019/20 hin vollzogen sein. Dazu gehört der Einbau eines Lifts. Darüber hinaus wird das Untergeschoss, das zur Hälfte in den Boden gebaut ist und bisher als Keller genutzt wurde, aufgewertet und unter anderem auch für den Unterricht genutzt werden. Auch im Dachgeschoss, wo heute unbenutzte Wohnungen liegen, werden die Schüler musizieren.

Insgesamt 22 Unterrichtsräume sind geplant. Bis auf die Perkussionisten – sie bleiben gemäss Andreas Hürlimann wegen der hohen Lautstärke im Schulhaus Feldheim – werden damit alle Musikschüler im Sunnegrund 1 vereint sein. Zurzeit sind das nach Gemeindeangaben rund 900 Kinder und Jugendliche, die von 31 Lehrern auf 23 Instrumenten unterrichtet werden.

Geschichtsträchtiges Gebäude

Für den Regelschulunterricht sei das altehrwürdige Schulhaus mit der heutigen Raumsituation nicht mehr geeignet, behauptet der Gemeinderat in der Vorlage zur gestrigen Abstimmung. Damit wird das erste Kapitel der langen Geschichte des Gebäudes sein Ende finden.

Der Eröffnung des ersten Schulhauses im Jahr 1937 war ein enormer Kraftakt vorausgegangen. Wie der Chronik «Steinhausen» von Armin Hofstetter-Jans zu entnehmen ist, hatte die Gemeinde schon im Jahr 1931 eine Schulhausbausteuer eingeführt. Die Baukosten von 280'850.10 Franken sorgten für eine Verschuldung, die durch eine Steuererhöhung abgefedert wurde. Die Bauarbeiten übernahm übrigens eine Chamer Firma – obwohl diese dem Gemeinderat trotz über 12 Prozent Rabatt (!) nicht die tiefste Offerte unterbreitet habe. Glaubt man der Chronik, war die Vergabe als Gegengeschäft zu sehen: Die Gemeinde Cham hatte die Steinhauser Sekundarschüler seit Jahren aufgenommen und forderte im Gegenzug Arbeit für sein in der Wirtschaftskrise darbendes Gewerbe. Nicht überliefert ist, ob das bei Steinhauser Unternehmen für Misstöne sorgte.

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