Abstimmung
Die Zuger Grünliberalen befürworten die kantonalen Vorlagen

Auch zu den eidgenössischen Vorlagen, über welche die Stimmbevölkerung am 7. März entscheidet, haben die Delegierten die Parolen bekanntgegeben.

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(cro) Der Kanton Zug hat in den vergangenen Jahren vermehrt Steuerüberschüsse geschrieben. Um nicht mehr Steuern zu verlangen als nötig und gleichzeitig der unter dem Corona leidenden Wirtschaft und Bevölkerung einen kleinen Zuschuss zu geben, hat der Kantonsrat durch drei Elemente die Steuerbelastung gesenkt: die befristete Senkung des Kantonssteuerfusses, die Erhöhung des generellen persönlichen Abzuges sowie die Vereinfachung und der Ausbau des Mitzinsabzuges. Die GLP Kantonsräte hatten der finalen Version der Änderungen einstimmig zugestimmt, schreibt Co-Präsidentin Tabea Estermann in einer Mitteilung zur Parolenversammlung der Partei.

«Im Vorstand wurden aber auch kritische Stimmen zu der Vorlage laut», ist weiter zu lesen. «Der Konsum und damit die Wirtschaft ist nicht eingebrochen, weil zu wenig verfügbares Einkommen vorhanden ist, sondern weil der Konsum künstlich eingeschränkt wird.» Mit der Aufhebung der Coronamassnahmen werde automatisch mit dem zwangsweise gesparten Einkommen der Konsum wieder steigen. Steuergerechtigkeit zwischen den Jahren ist der GLP wichtig, denn der Staat sollte nicht unnötig aufgeblasen werden. Da die Vorlage mit dem Mietzinsabzug aber auch den Mittelstand entlastet und der Kanton solide Reserven hat, fasste der Vorstand dennoch die Ja-Parole.

Unterstützung für liberale Öffnungszeiten

Die Initiative für zeitgemässe Öffnungszeiten im Kanton Zug, welche die Jungpartei der Grünliberalen miteingereicht hatte, wurde klar angenommen. Das einzige Bedenken zu der Vorlage ist der Einfluss auf die Arbeitnehmenden. Es herrschte aber Einigkeit, dass es nicht wirklich relevant für die Arbeitsplatzqualität ist, wann am Tag die Arbeitsstunden geleistet werden, sondern wie die Wochenarbeitszeit, die Überzeit oder Ruhezeiten geregelt sind.

Weiter votierte der Vorstand einstimmig für das Ja um das Freihandelsabkommen mit Indonesien. Auch das Verhüllungsverbot wurde einstimmig abgelehnt. Die Ja-Parole wurde auch für das Gesetz zur elektronischen Identität gefasst.