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ABSTIMMUNG: Ja zur neuen Personenüberführung am Bahnhof Rotkreuz

Der Bahnhof Rotkreuz erhält eine neue Querung. Die Bevölkerung spricht sich für den entsprechenden Kredit von 9,8 Millionen Franken aus. Mit rund 80 Prozent Ja-Stimmen fällt das Resultat sehr deutlich aus.
So soll die Personenüberführung beim Bahnhof Rotkreuz dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

So soll die Personenüberführung beim Bahnhof Rotkreuz dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Chronisch verstopfte Unterführungen zu den Hauptverkehrszeiten gehören am Bahnhof Rotkreuz bald der Vergangenheit an. Die Bevölkerung von Risch hat sich am Sonntag deutlich für den Baukredit von 9,8 Millionen Franken für die Personenüberführung Ost ausgesprochen. 1861 Ja-Stimmen stehen 446 Nein-Stimmen gegenüber. Das entspricht einem Ja-Anteil von 80,7 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei 37,3 Prozent.

Die Überführung wird die Quartiere südlich und nördlich des Bahnhofs verbinden und den neuen Campus der Hochschule Luzern erschliessen, welcher im westlichen Teil des Areals Suurstoffi voraussichtlich im Herbst 2019 den definitiven Standort in Betrieb nimmt.

Bund und Zug Estates beteiligen sich

Der Rischer Bauchef Ruedi Knüsel (FDP) ist zufrieden mit dem sehr deutlichen Resultat. Mit dem Vorhaben werde der Bahnhof Rotkreuz als Drehkreuz des öffentlichen Verkehrs zusätzlich gestärkt. «Ich habe mir ein gutes Ergebnis erhofft und bin nun sehr erfreut, weil vier von fünf Stimmberechtigten das geplante Projekt unterstützen», sagt er.

Im Vorfeld wurden an einem Info-Anlass kritische Fragen aufgeworfen – unter anderem, was die Benützung der neuen Passerelle mit dem Velo betrifft. Der Gemeinderat versicherte, es gebe Lifte, die auch mit dem Fahrrad benützt werden könnten. Beim Bau einer Rampe würde das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht stimmen. Hat man sich deswegen Sorgen gemacht, mit dem Projekt an der Urne zu scheitern? «Bei einer Abstimmung ist die richtige ­Einschätzung immer schwierig», sagt dazu Ruedi Knüsel. «Deshalb hat der Gemeinderat bis zum Schluss viel Überzeugungsarbeit geleistet.» Die geplante Überführung erfülle auf eine einfache und wirtschaftliche Art die geforderte Funktion, und dieses Argument habe die Bevölkerung überzeugt.

Den Baukredit von 9,8 Millionen Franken muss die Gemeinde nicht alleine stemmen. Der Bund beteiligt sich aus dem Agglomerationsprogramm, und die Eigentümerin des Areals Suurstoffi, die Zug Estates AG, hat einen Beitrag von 2 Millionen Franken zugesichert. Damit beträgt der Anteil der Gemeinde an den Gesamtkosten voraussichtlich 4,5 Millionen Franken. Für den Unterhalt und den Betrieb der Überführung ist mit jährlichen Kosten von rund 70 000 Franken zu rechnen.

Realisierung bis im Sommer 2019

Im Sommer 2015 hatte die Bevölkerung an der Gemeindeversammlung Ja gesagt zum entsprechenden Planungskredit. Anfang 2017 informierte der Gemeinderat über den Abschluss des Architekturwettbewerbs. Das Rennen machte das Projekt «Tendenza» des Ingenieurbüros Synaxis AG aus Zürich mit der Michael Meier und Marius Hug Architekten AG. Das Vorprojekt wurde im August 2017 abgeschlossen.

Als nächster Schritt folgt nun die Ausarbeitung des Bauprojekts von Dezember 2017 bis April 2018. Die Realisierung der Personenüberführung ist voraussichtlich ab Anfang 2019 bis Ende Juli 2019 vorgesehen, sodass sie auf den Beginn des Studienjahrs in Betrieb genommen werden kann. Der Bau der neuen Brücke hängt eng mit der Sperrung der SBB-Strecke am Ostufer des Zugersees zusammen. Während dieser Sperrung werden die Züge über Rotkreuz umgeleitet. Die hohe Zugdichte lässt dann den Bau der Überführung nicht zu. Die Sperrung wird voraussichtlich 18 Monate dauern und laut dem Rischer Gemeinderat frühestens Per Ende 2019 erfolgen. Eine Beschwerde gegen das Projekt ist noch vor Bundesgericht hängig.

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