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ABSTIMMUNG: No-Billag-Initiative führt zu einer sehr hohen Stimmbeteiligung

Die treuesten SRG-Anhänger wohnen anscheinend in Steinhausen. Dort erreicht die No-Billag-Initiative gerade mal 28 Prozent Zustimmung. Bei der Finanzordnung erweisen sich die Zuger dieses Mal als gute Schweizer.
Blick in den Regieraum des RSI-Fernsehstudios. (Bild: Pablo Gianinazzi/Ti-Press (Comano, 2. November 2017))

Blick in den Regieraum des RSI-Fernsehstudios. (Bild: Pablo Gianinazzi/Ti-Press (Comano, 2. November 2017))

Stimmbeteiligungen über 50 Prozent gibt es im Kanton Zug ab und an, aber wenn, wie am vergangenen Wochenende, im Kantonsdurchschnitt 61,40 Prozent ihre Stimme abgeben, ist dies aussergewöhnlich. Diese Zahl ist sogar noch grösser als diejenige bei der ähnlich emotional aufgeladenen Abstimmung über die SVP-Initiative «Gegen Masseneinwanderung». Bei diesem Urnengang am 9. Februar 2014 lag die Stimmbeteiligung im Kanton Zug bei 61,13 Prozent.

Auch dieses Mal machte sich die SVP für die No-Billag-Initiative stark. Bei der Parolenfassung am 7. Februar stimmten die anwesenden SVP-Parteimitglieder mehrheitlich für die Initiative.

Die treuesten Unterstützer der SRG wohnen anscheinend in Steinhausen. Dort haben nur gerade 28,05 Prozent oder 1082 Steinhauser Stimmberechtigte ein Ja in die Urne gelegt, 2776 waren dagegen. Am anderen Ende der Skala befinden sich die Gemeinden Risch (37,44 Prozent), Walchwil (36,49 Prozent) und Neuheim (36,26 Prozent). Dort haben die No-Billag-Initianten mehr Zuspruch als im kantonalen Durchschnitt gefunden.

Am höchsten war die Stimmbeteiligung mit 67,93 Prozent in Menzingen. Dort gab es mit der Abstimmung über die Schule Finstersee ein zweites Abstimmungszugpferd. Von allen elf Zuger Gemeinden weisen nur gerade Risch (57,32 Prozent), Cham (59,74 Prozent) und Neuheim (59,49 Prozent) einen Wert unter der 60-Prozent-Marke aus.

Die Finanzordnung ist dieses Mal ein Selbstläufer

Solidarisch mit dem Bund zeigten sich die Zuger bei der gestrigen Abstimmung über die Finanzordnung. Beim letzten Urnengang zu diesem Geschäft hat Zug als einziger Kanton dagegen votiert. Dies kam auch daher, dass am gleichen Tag über den Nationalen Finanzausgleich abgestimmt wurde, welchen der Kanton Zug wuchtig ablehnte. Die Finanzordnung wurde dann auch noch gleich über Bord geworfen.

Bei der Abstimmung über die Finanzordnung legten 86,05 Prozent der Zuger ein Ja in die Urne. 2004 hatten zu dieser Vorlage nur gerade die Gemeinden Zug, Menzingen, Baar und Hünenberg Ja gesagt. In diesem Jahr sind alle anderen auch ins Ja-Lager abgewandert. Obwohl es bei dieser Vorlage um über 43 Milliarden Franken ging, hat es praktisch zu keiner Zeit zu Diskussionen Anlass gegeben.

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

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