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ABSTIMMUNG: Pro Senectute Zug bangt um den Spendenfluss

Die Pro Senectute Zug sorgt sich um den Spendenfluss, weil sich alt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf in den Abstimmungskampf um die Rentenreform eingemischt hat. Unsere Fragen an sie beantwortet ein Anderer.
Charly Keiser

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Kantons- und Stadtzuger-Parlamentarierin Eliane Birchmeier (FDP) hat sich in einem Leserbrief gegen die anstehende Rentenreform geäussert. Sie prangert darin die «höchst unfaire Art und Weise» von alt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf im Abstimmungskampf an. Birchmeier schreibt: «Wie ich aus gut unterrichteten Kreisen weiss, erhielt Pro Senectute Kanton Zug vom Stiftungsrat der Pro Senectute Schweiz einen Maulkorb verpasst und darf sich nicht mehr zur ­Abstimmung äussern. Die Ex-­Magistratin als Präsidentin der Stiftung hingegen nimmt sich die Freiheit, die Abstimmung zur Rentenreform in ihrem Sinne zu beeinflussen. Das ist nicht nur undemokratisch, sondern stossend.»

Unsere Nachfrage bei der Pro Senectute des Kantons Zug zeigt: An der Präsidentenkonferenz der Pro Senectute Schweiz hat sich zwar die Mehrheit für ein Ja zur Rentenreform ausgesprochen, es wurde aber explizit darauf hingewiesen, äusserste Zurückhaltung zu üben. Insbesondere sollten Empfehlungen und Meinungsäusserungen in Leserbriefen unterlassen werden.

Angst vor schwindenden Spenden

«Wir haben Angst, dass die Parteinahme von Eveline Widmer-Schlumpf bei der anstehenden Rentenreform die Spenden gefährden könnte, auf die wir dringend angewiesen sind», sagt der Stiftungsratspräsident der Pro Senectute Zug, Albert Röthlin, und begründet: «Dies, weil ja rund die Hälfte der Stimmbürger dafür und die andere Hälfte dagegen ist und aus Ärger über die Parteinahme auf eine angedachte Spende verzichten könnte.» Ausserdem, betont Röthlin, sei die Pro Senectute parteiunabhängig und konfessionell neutral. «Die Neutralität ist für uns enorm wichtig, damit wir alle Leute für unsere Sache und im Dienst der Seniorinnen und Senioren ansprechen können.» Eveline Widmer-Schlumpf könne der Pro Senectute mit ihren unbedarften Äusserungen letztlich einen Bärendienst erwiesen haben, sagt Röthlin: «Ich hoffe nun aber einfach, dass sich für uns daraus keine Probleme ergeben.»

Wir sprachen mit Peter Burri Follath, Leiter Marketing und Kommunikation der Pro Senectute Schweiz, und konfrontierten ihn mit den Bedenken und Sorgen der Pro Senectute Zug. Wie vereinbart mailten wir ihm Fragen zur Parteinahme von alt Bundesrätin Widmer-Schlumpf im Abstimmungskampf, die er ihr zur Beantwortung weiterleiten sollte.

Doch statt Antworten von Widmer-Schlumpf erreichte uns eine Stellungnahme der «Gesamtorganisation», die «die AHV 2020 grossmehrheitlich positiv beurteile».

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