Abstimmung: Stadt Zug sagt Ja zum Kauf

Die Zuger Stadtverwaltung kann in den ehemaligen Hauptsitz des Industriekonzerns Landis + Gyr ziehen und ihre zahlreichen Büros in der Altstadt aufgeben. Die Stimmberechtigten haben dem Kauf des Gebäudes am Sonntag zugestimmt.

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Das alte Gebäude der Landis & Gyr Siemens in Zug. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Das alte Gebäude der Landis & Gyr Siemens in Zug. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Für den Kauf waren 4343 Stimmberechtigte, dagegen 3428. Dies entspricht einem Ja-Stimmenanteil von 55,8 Prozent. Die Stimmbeteiligung betrug 48,2 Prozent.

Für ihr neues Stadthaus geben die Zugerinnen und Zuger 52,2 Millionen Franken aus. Gegenwärtig gehört das Haus noch der Siemens Schweiz AG. Weil Siemens aber einen neuen Sitz in Zug baut, wird das historische Gebäude in drei bis sechs Jahren frei.

Mit der Zusammenlegung der Verwaltungseinheiten werden in der Altstadt mehrere Standorte frei und können verkauft oder für andere Zwecke genutzt werden. Das bisherige Stadthaus am Kolinplatz soll aber weiterhin für repräsentative Anlässe und Trauungen genutzt werden.

Ein Stück Industriegeschichte

Die wenigen Gegner der Vorlage argumentierten, dass der Kaufpreis zu hoch und die Aktion «übereilt und euphorisiert» sei. Die Verwaltung werde damit aufgebläht. Dem Bürger hingegen bringe die Zentralisierung nichts.

Das Gebäude aus dem Jahr 1944 hat für viele Zugerinnen und Zuger einen hohen emotionalen Wert. Beim ehemaligen L+G-Hauptsitz handelt es sich um ein wichtiges Stück lokaler Industriegeschichte. Der Konzern beschäftigte einst bis zu 5200 Mitarbeitende und hatte auf die Stadt prägenden Einfluss.

sda