ABSTIMMUNG: Tangente: Bauern geben sich nicht geschlagen

«Wir fühlen uns ohnmächtig», sagt Cornel Andermatt, Bauer auf dem Sternenhof in Baar und erbitterter Tangenten-Gegner. Eine Einsprache gegen die Tangente werde «auf jeden Fall» gemacht.

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Cornel Andermatt hatte im Vorfeld der Abstimmung den Strassenverlauf mit Plastikbahnen ausgelegt, um auf den Kulturlandverlust aufmerksam zu machen. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Cornel Andermatt hatte im Vorfeld der Abstimmung den Strassenverlauf mit Plastikbahnen ausgelegt, um auf den Kulturlandverlust aufmerksam zu machen. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Dass das Zuger Volk die Problematik nicht verstanden habe, nicht für den Schutz des Bodens eingestanden sei, dies beschäftigt ihn auch am Tag danach. Sehr nahe geht ihm, wie klar sich die Stimmbürger für die neue Strasse entschieden haben (59 Prozent Ja-Stimmen). «Damit haben wir nicht gerechnet.» Vor allem nach dem hauchdünnen Ja zur Umfahrung Cham/Hünenberg haben sich die betroffenen Bauern grosse Hoffnungen gemacht. Der Trost: «Immerhin haben wir wesentlich das Baarer Resultat beeinflusst.»

Die Bauern schliessen sich nun zusammen und suchen gemeinsam nach einer verträglichen Lösung. «Einsprache machen wir auf jeden Fall», sagt Andermatt. Aber wie weit man dann wirklich gehe, dies müsse man sich noch überlegen. «Es ist immer alles eine Kosten-Nutzen-Frage.» Die betroffenen Bauern würden andererseits das Gespräch mit der Baudirektion suchen und sich einmal anhören, was der Kanton ihnen anbiete.

Freddy Trütsch/Neue ZZ