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ABSTIMMUNG: Zuger Ärzte rühren die Werbetrommel

Bis 2021 werden 75 Prozent der Haus- und Kinderärzte pensioniert. Bund und Kantone sollen Gegensteuer geben. Ein Problem lässt sich damit aber nicht lösen.
Christian Glaus
Ein Mädchen bekommt vom Kinderarzt eine Impfung. (Symbolbild Keystone)

Ein Mädchen bekommt vom Kinderarzt eine Impfung. (Symbolbild Keystone)

Die Zuger Hausärzte verlassen am Montag ihre Praxen und gehen auf die Strasse. Auf dem Zuger Bundesplatz wird anlässlich des Tages der Hausarztmedizin ein Anlass stattfinden. In acht Zelten werden die verschiedenen Pfeiler der medizinischen Grundversorgung vorgestellt. Die Ärzte lancieren damit ihre Kampagne für die eidgenössische Abstimmung vom 18. Mai. Dann entscheidet die Bevölkerung über einen Gegenentwurf zur Initiative «Ja zur Hausarztmedizin».

Wird die Verfassungsänderung angenommen, dann müssen Bund und Kantone für eine ausreichende medizinische Grundversorgung von hoher Qualität sorgen. Diese sei in Gefahr, sagt Pius Bürki, Präsident der Zuger Gesellschaft für Hausarztmedizin (Zugham): «Bis 2021 werden 75 Prozent der Haus- und Kinderärzte pensioniert.» Um den Status quo zu wahren, brauche es mindestens 4700 Nachfolger. «Nach heutigem Stand wird das Ziel nicht erreicht. Es gibt zu wenige Studienplätze und zu viele Spezialisten», sagt Bürki.

Der Arzt betont, dass die Hausarztmedizin «eine billige Medizin» sei, das würden auch Studien belegen. «70 Prozent der Gesundheitsprobleme werden durch die Hausärzte gelöst. Sie verursachen aber nur 4 Prozent der Gesundheitskosten.» Die restlichen 96 Prozent würden an die stationäre Medizin, an Spezialisten und zunehmend an Pflegeheime gehen. «Wenn es nicht mehr genügend Hausärzte gibt, werden die Krankenkassenprämien künftig noch stärker steigen», warnt Bürki.

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