ÄGERITAL: Stammes-Ritual fand auf dem See statt

700 Tonnen Holz fuhren die Korporationen Ober- und Unterägeri in Form eines Flosses über den See. Eine seltene Tradition.

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700 Tonnen Holz wurden zu einem gewaltigen Keil formiert. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

700 Tonnen Holz wurden zu einem gewaltigen Keil formiert. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Ob die geplante Überfahrt des kolossalen Holzflosses über den Ägerisee überhaupt stattfinden würde, stand tagelang in den Sternen. Schuld an der Unsicherheit war Petrus: «Das Wetter muss stimmen», sagt Adrian Iten, Forstchef der Korporation Unterägeri. «Sonst kann es passieren, dass das Floss statt in Unterägeri in Oberägeri landet.»

140 Meter lang
Das Spektakel, das sich gestern auf dem Ägerisee abspielte, will nämlich gut vorbereitet sein. Schon vor Wochen hatten die Forstarbeiter im Bergwald mit dem Fällen der Baumstämme begonnen, die anschliessend über steiles Gelände in den See verfrachtet wurden. Das traditionelle Flössen findet nur alle paar Jahre statt. Rund 200 Baumstämme oder 700 Tonnen Holz wurden dieses Mal zu einem gewaltigen Keil mit über 140 Metern Länge und 40 Metern Breite vertäut.

Andrée Stössel

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.