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Fussballderby auf Augenhöhe: Ägeri bietet Rotkreuz die Stirn

Im Zuger Derby in der 2. Liga interregional trennen sich die Bergler und der Aufsteiger mit 1:1.
Martin Mühlebach
Der Rotkreuzer Pes Gustavo Campello (links) und Antonije Djakovic liefern sich ein Laufduell. (Bild: Stefan Kaiser, Unterägeri, 13. Oktober 2019)

Der Rotkreuzer Pes Gustavo Campello (links) und Antonije Djakovic liefern sich ein Laufduell. (Bild: Stefan Kaiser, Unterägeri, 13. Oktober 2019)

Ägeri, der Tabellenneunte, liess im Spiel gegen den als Leader angereisten FC Rotkreuz einige Stammspieler pausieren. Spielertrainer Dragoljub Salatic erklärte offen: «Wir müssen uns nicht am Tabellenführer messen. Es ist wichtiger, dass wir am kommenden Mittwoch im Auswärtsspiel gegen unseren Tabellennachbarn Ibach zu punkten vermögen.»

Nach dem Motto «Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie» überliessen die Gastgeber das Spieldiktat den hochfavorisierten Gästen, die ein paar Torchancen zu kreieren vermochten. Doch Wellington (12.), Davide Palatucci respektive erneut Wellington (22.) und Campello (31.) scheiterten an ihrem ehemaligen Teamkollegen Stephan Hilpert im Tor der Platzherren oder am eigenen Unvermögen.

Das erste Tor fiel erst in der 41. Spielminute, als die Rotkreuzer Sturmspitze Ndoy Bokanga Balu im Strafraum der Gastgeber umgesäbelt wurde und der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt zeigte. Balu übernahm die Ausführung gleich selbst. Er liess dem Ägeri-Schlussmann keine Chance.

Punktegewinn trotz Platzverweis

Durch den knappen Rückstand belastet, nahmen die zuvor sehr defensiv agierenden Platzherren die zweite Halbzeit etwas offensiver ausgerichtet in Angriff. Da die technisch weitaus versierteren Rotkreuzer ihre Kräfte schonten und nur das Nötigste machten, um den Vorsprung verwalten zu können, plätscherte die von Fehlpässen geprägte Partie lange Zeit ereignislos vor sich hin.

Sie kam erst wieder in die Gänge, als sich der Rotkreuzer Innenverteidiger Stefan Marinkovic und Torhüter Aaron Höngger nicht einig waren, wer den Ball übernehmen soll. Ägeris Antonije Djakovic nutzte das Missverständnis eiskalt aus. Er schob den Ball zum vielbejubelten 1:1-Ausgleich ins leere Tor.

Nun legten die Gäste wieder einen Zacken zu. In der 79. Minute musste der Ägeri-Keeper Hilpert sein ganzes Können aufbieten, um einen platzierten Kopfball in die tiefe linke Torecke zu parieren. Der darauffolgende offene Schlagabtausch gipfelte in der 84. Minute im Platzverweis gegen Ägeris Abwehrchef Sven Huber, der sein Team nur noch mittels einer Notbremse knapp ausserhalb des Strafraums vor einem möglichen Verlusttreffer zu bewahren vermochte.

Dass Ägeri das Unentschieden bis zum Abpfiff zu halten vermochte, hat sich das Team von Dragoljub Salatic dank seines unermüdlichen Einsatzes verdient. Jener betonte nach Spielschluss: «Wir wollten hinten solid stehen und gegen vorne mit langen Bällen Nadelstiche setzen. Dass dieses Unterfangen einen Punkt einbrachte, freut uns sehr.»

Rotkreuz muss sich steigern

Rotkreuz-Trainer René Erlachner haderte: «Auf den schwierigen Platzverhältnissen vermochten wir unser gewohntes Aufbauspiel gegen die tief stehenden Gastgeber nicht wunschgemäss aufzuziehen.» Der Rotkreuzer Teammanager René von Euw monierte: «Einmal mehr hat uns ein dummer Fehler den Sieg gekostet. Am Mittwoch müssen wir es im Spitzenspiel gegen Mendrisio besser machen.»

Besser machen heisst: Nicht nur spielen und einen eventuellen Vorsprung über die Zeit schaukeln zu wollen. Um gegen die Tessiner reüssieren zu können, muss Rotkreuz auch in kämpferischer Hinsicht noch eine Schippe drauflegen.

Die Rangliste und das Telegramm finden Sie hier.

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