Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Leserbrief

AHV – das grosse Politik-Debakel

Zur Diskussion über die Altersvorsorge

Seit Jahren weiss man, dass die AHV in einen immer schlimmeren finanziellen Engpass hineinläuft. Seit Jahren weiss man, dass die Zahl der AHV-Bezüger steigt und jene der Zahler sinkt. Seit Jahren weiss man, dass das Lebensalter steigt. Seit Jahren weiss man, dass jedes Jahr in unhaltbar unsolidarischer Weise Milliarden von jung zu alt transferiert werden. Und was tun unsere Parlamentarier? Nichts! Zwar immer wieder einige zaghafte Worte, aber im Tun? Nichts!

Eigentlich sollte man bisherige Parlamentarier aufgrund ihres Leistungsausweises in der AHV gar nicht mehr wählen. Und auch bei den Aussagen der Kandidatinnen und Kandidaten für die nächsten Wahlen ist kaum auszumachen, ob sie dringenden Handlungsbedarf bei der Lösung der AHV-Problematik sehen. Der Einzige, der in einem Leserbrief deutlich auf das unverantwortliche Weiterwursteln hingewiesen hat, ist der Kandidat der FDP, der für den Ständerat kandidiert.

Es dürfte auch den schweigsamerem Politikern dämmern, dass die AHV eine strukturelle Sanierung braucht. Diese ist nicht durchzuführen, ohne jemandem wehzutun, zum Beispiel bei Rentenkürzungen, bei Erhöhung des Rentenalters, bei Angleichung der Rentenalter für Mann und Frau, bei höheren Lohnabzügen bei den Nichtrentnern, bei Erhöhung der Mehrwertsteuer etc. Doch da sei nichts zu machen, sagt man. Lösungen der obgenannten Art seien nicht mehrheitsfähig. Man müsse «kompensieren». Da fragt sich denn doch, ob unser Volk eigentlich zu einer egoistischen, unsolidarischen Bande verkommen ist?

Ganz billig sind jene Politiker, die sich mit systemfremden Lösungen aus der Verantwortung schleichen, vor allem aus jener Ecke, die das Leben auf Kosten anderer zum Programm erhoben haben: Die Nationalbank müsse die Löcher stopfen, der Bund müsse mit seinen Überschüssen Sanierungsarbeit leisten, da ein Kässeli und dort ein anderes, das mit der AHV nichts zu tun hat. Eine nachhaltige Lösung der AHV-Problematik kann nur durch eine schmerzhafte Anpassung ihrer Struktur gefunden werden.

Welche Politiker haben den Mut dazu?

Carlo von Ah, Zug

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.