AKTIENVERKAUF: Zuger Nicstic ist auferstanden

Die betrügerischen Machenschaften um die erste rauchfreie Zigarette sind noch nicht zu Ende. Die Tricks sind die alten geblieben.

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Eine rauchfreie Zigarette, die erst versprochen wurde, aber noch nicht lanciert ist. Bild pd.

Eine rauchfreie Zigarette, die erst versprochen wurde, aber noch nicht lanciert ist. Bild pd.

«Schlägt man auf solch eine Firma drauf, spriesst sie woanders wieder aus dem Boden», beschreibt Alain Bichsel, Pressesprecher der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK), die jüngsten Aktivitäten der Firma Nicstic. Das ehemalige Hünenberger Unternehmen hat seine Aktionäre über die Jahre um rund 300 Millionen Franken betrogen. Der Trick: Das Unternehmen hatte im Jahr 2004 versprochen, die weltweit erste rauchfreie Zigarette auf den Markt zu bringen.

Dazu kam es aber nie. Die Markteinführung des Produktes wurde immer wieder verschoben: Zuerst sollte die «gesunde Zigarette» im September 2005 lanciert werden, dann zum Jahresbeginn 2006. Beide Termine verstrichen, ohne dass ein fertiges Produkt auftauchte. Aktien des Unternehmens wurden zu der Zeit allerdings fleissig verkauft. Das Kapital diente aber offenbar nicht dazu, die Entwicklung der Zigarette zu finanzieren, sondern wanderte vermutlich in die Taschen des Managements.

Nelly Keune

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der «Zentralschweiz am Sonntag».