ALG setzt auf ein Dreierticket

Ein Kandidat und zwei Kandidatinnen schicken die 
Alternative – die Grünen und die CSP für die Nationalratswahlen im Herbst ins Rennen. Auch eine Ständeratskandidatur ist geplant. 

Christopher Gilb
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Wollen in den Nationalrat: Manuela Weichelt-Picard, Vroni Straub-Müller und Andreas Lustenberger. (Bild: Christopher Gilb, Zug, 3. April 2019)

Wollen in den Nationalrat: Manuela Weichelt-Picard, Vroni Straub-Müller und Andreas Lustenberger. (Bild: Christopher Gilb, Zug, 3. April 2019)

12 Jahre lang war Manuela Weichelt-Picard im Zuger Regierungsrat, bevor sie letztes Jahr bekanntgab, nicht mehr anzutreten. Doch schon zieht es sie zurück in die Politik. Die 51-jährige will im Herbst für die Alternative – die Grünen und die CSP in den Nationalrat. Nebst ihr nominierten die 58 stimmberechtigten Parteimitglieder gestern im Siehbachsaal ebenfalls einstimmig Vroni Straub-Müller und Andreas Lustenberger. Die 55-jährige ausgebildete Hebamme Straub-Müller führt seit acht Jahren das Stadtzuger Bildungsdepartement und ist derzeit Stadtvizepräsidentin. Zudem sitzt sie seit 13 Jahren für die CSP im Kantonsrat. Diesem gehört auch der 33-jährige Andreas Lustenberger seit 2013 an. Der Teamleiter bei der Caritas Schweiz ist zudem seit 2016 ALG-Parteipräsident und ist, wie in der Vorstellungsrede zu hören war, gebürtiger Berner. Er wisse also, wo es hingehe.

Auch Interesse
 am Ständeratssitz

Die Devise ist klar: CSP und ALG wollen von der derzeitigen grünen Grosswetterlage – wie den Klimaprotesten – profitieren und im Herbst wieder einen Nationalratssitz gewinnen. Gelingen soll dies mit einer Listenverbindung mit der SP. Wie Lustenberger verlauten liess, sei man diesbezüglich in den abschliessenden Gesprächen. Ob es noch mit einer weiteren Partei eine Listenverbindung geben werde, sei noch offen– gemeint ist wohl die GLP. Unterstützende, aber auch mahnende Worte gab es von Jo Lang, dem letzten Vertreter der Zuger Grünen in Bern. «Das ist die wahrscheinlich stärkste Liste, die wir je hatten», so Lang. Wie vergangene Wahlen gezeigt hätten, reiche es aber nur, wenn auch die SP stark abschneide. Er riet deshalb zu einem starken gemeinsamen Einsatz. Dieser soll auch bei der Wahl um den freien Zuger Ständeratssitz gezeigt werden. Es würden da Gespräche stattfinden. Und zwar – so 
viel verriet Parteivizepräsidentin Esther Haas – mit einer Frau.