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ALLENWINDEN: Lokalpolitiker auf Abwegen

Nach einer feuchtfröhlichen Nacht kann einem nicht nur der Kater zu schaffen machen, sondern möglicherweise auch die Tatsache, dass man sich an vieles nicht mehr erinnert.
Daniela Sattler
Emil Pfund (Mario Burri, links) und Toni Sieger (Tobias Eichhorn, Mitte) geraten nach einer wilden Nacht gehörig in Schwierigkeiten. Frida Sieger (Marion Schillig, rechts), die Ehefrau von Toni, ist nämlich gar nicht erfreut. (Bild: Werner Schelbert (Allenwinden, 25. April 2017))

Emil Pfund (Mario Burri, links) und Toni Sieger (Tobias Eichhorn, Mitte) geraten nach einer wilden Nacht gehörig in Schwierigkeiten. Frida Sieger (Marion Schillig, rechts), die Ehefrau von Toni, ist nämlich gar nicht erfreut. (Bild: Werner Schelbert (Allenwinden, 25. April 2017))

Daniela Sattler

redaktion@zugerzeitung.ch

Ein Lokalpolitiker verprasst Gelder der Gemeinde im Rotlicht­milieu und in Spielhöllen. Die zahlreich erschienenen Gäste, die am Mittwochabend in der Aula Allenwinden näher darüber informiert wurden, lachten sich jedoch nur den Buckel voll. Und da soll einer die Welt noch verstehen?

Aber keine Angst, bei diesem Anlass handelte es sich um die Aufführung des Zuger Landjugendtheaters, das sein diesjähriges Stück «E verhängnisvolli Nacht» (Armin Vollenweider) unter der Regie seines Präsidenten Mario Beutler inszenierte. «Es macht mich stolz, die motivierten Spieler heuer als Präsident und als Regisseur ankündigen zu dürfen», so Beutler vor der Premiere. Stolz sein durfte er zu Recht, denn kaum hatten die Akteure die Bühne betreten, entlockten sie den Zuschauern die ersten Lacher.

Gelder verschleudert und den Fahrausweis verloren

«Du stinkst wie eine Schnapsbrennerei.» Mit diesen Worten weckt Frida Sieger (Marion Schillig) ihren Mann Toni (To­bias Eichhorn), der nach einer durchzechten Nacht auf dem Sofa erwacht und sich an nichts mehr erinnern kann. Frida «managt» ihren Mann und will diesen zum Kantonsrat machen. Weniger um der Politik willen, mehr zur Stärkung ihres eigenen Ansehens und um dem Tratschweib von einer Nachbarin Silvia Huber (Patricia Rhyner) zu zeigen, «wo Gott hockt». Sie weiss allerdings noch nicht, dass ihr Gatte im Beisein seines Parteifreundes Emil Pfund (Mario Burri) in der vergangenen «verhängnisvollen Nacht» fremde Gelder verschleudert, einen Schuldschein unterschrieben, mit zu viel Promille im Blut den Fahrausweis verloren und auch noch die Erotiktempelbesitzerin Olga La Bush (Larissa Roos) adoptiert hat.

Wie dann die Adoptivtochter mit Sack und Pack Einzug hält, der Gangster Mario Brutelli (Martin Weiss) den Schuldschein einlösen und die Gemeindeschreiberin Renate Kern (Lea Niederberger) die Toni anvertrauten Gelder abholen will, muss dieser, wie nicht anders zu erwarten ist, mit Emil einen Plan aushecken. Aber die beiden geraten immer mehr in Erklärungsnöte, denn Polizist Karl Kanter (Albin Keiser) will den Vorfall von der vergangenen Nacht zu Protokoll nehmen, und auch die Journalistin Martina Baumann (Luzia Rüttimann) hat inzwischen von der Sache Wind bekommen.

Ob und gegebenenfalls wie Toni und Emil ihre Köpfe aus der Schlinge ziehen, sei an dieser Stelle nicht verraten. Das Publikum der Premierenvorstellung hat die Aufführung jedenfalls sichtlich genossen und belohnte die Akteure, von denen die Mehrheit ihr Können auf der Bühne erstmals unter Beweis stellte, mit Szenenapplaus und grossem Beifall. «Wir haben heute wirklich ein ganz tolles Publikum, das super mitmacht», freute sich Mario Beutler in der Pause.

Hinweis: Weitere Aufführungen: heute und morgen, jeweils um 20 Uhr, Aula Allenwinden. Reservationen heute, 19.30 bis 21 Uhr, 041 755 11 10.

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