ALLENWINDEN: Neuer Schwung mit neuem Dirigenten

Die Feldmusik feierte am Jahreskonzert mit ihrem neuen Dirigenten eine Premiere. Und begeisterte das Publikum im voll besetzten Saal.

Hansruedi Hürlimann
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Erstmals mit Dirigent Daniele Giovannini: die Feldmusik Allenwinden. (Bild: Roger Zbinden (14. Januar 2017))

Erstmals mit Dirigent Daniele Giovannini: die Feldmusik Allenwinden. (Bild: Roger Zbinden (14. Januar 2017))

Hansruedi Hürlimann

 

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Ihr diesjähriges Konzert stellte die Dorfmusik unter das Motto «Die vier Elemente – Erde, Wasser, Feuer, Luft», was einen vielseitigen Mix von Kompositionen ermöglichte. Dabei standen reale Ereignisse ebenso Pate wie mythische Erzählungen. Zum Beispiel die Komposition «Dragon Fight» des zeitgenössischen österreichischen Komponisten Otto M. Schwarz. Die Sage aus Liechtenstein bildete die Grundlage für ein musikalisches Feuerwerk, das es der Feldmusik erlaubte, ihr Können als 49-köpfiger Klangkörper unter der Leitung von Daniele Giovannini voll auszuschöpfen.

Der 28-jährige Tessiner ist seit August des letzten Jahres musikalischer Leiter der Feldmusik. Als Meister seines Fachs und Zweitrangierter im Schweizer Dirigentenwettbewerb 2016 bringt er für diese Aufgabe beste Voraussetzungen mit. Und dies, obwohl er für die Proben jeweils aus dem Tessin anreist. Er habe dank seines Studiums in Luzern eine gute Beziehung zur Zentralschweiz, sagt er auf die Frage nach seiner Motivation, zumal er auch die Musikgesellschaft von Dallenwil leite. «Wir sind glücklich mit ihm», sagte Josy Schwegler als langjähriges Mitglied der Feldmusik. Er sei zwar fordernd, aber ruhig, so ihre Einschätzung. Marc Haring führte als eloquenter Moderator durch das Programm. Seine Ausführungen zu den einzelnen Kompositionen waren für die Zuhörer hilfreich, die sich nach jedem Stück mit viel Applaus bedankten.

Traditionsgemäss hat auch die Jungmusik am Jahreskonzert einen Auftritt. Unter der Leitung von Doris Affentranger erfreuten die Jungmusikanten mit ihren rassigen Rhythmen das Publikum. Angesichts der beachtlichen Anzahl von Bläsern und der Qualität ihres Vortrags dürfte der Nachwuchs für das Erwachsenenkorps gesichert sein.

Ehrung langjähriger Mitglieder

Im zweiten Teil hatte der Präsident der Feldmusik, Marco Andermatt, die angenehme Aufgabe, langjährige Mitglieder des Korps zu ehren. Er begann mit Priska Tanner und Cornelia ­Süess, die seit 15 Jahren mitspielen, gefolgt von Alfons Brunschweiler, der seit 20 Jahren dabei ist. Markus Bütler feiert dieses Jahr das 25-Jahr-Jubiläum, Hans-Ueli Kohler spielt seit 35 Jahren und Gerhard Theiler seit 45 Jahren mit. Mit 50 Jahren Zugehörigkeit zum Korps wurden Kurt Andermatt und Wendelin Murer nicht nur innerhalb des eigenen Korps geehrt, sie werden heuer vom kantonalen Verband der Blasmusik zu Ehrenveteranen ernannt werden.

Marco Andermatt unterstrich die Verdienste der beiden nicht nur als Musikanten, sondern auch als Mitglieder, die dem Verein wiederholt zu Diensten standen.

Als musikalisches Jubiläumsgeschenk intonierte das Korps die Polka «Ein halbes Jahrhundert».