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Alpli: Die Korporation ist erst zur Hälfte fündig geworden

Noch ist nicht klar, wer die Wirtschaft auf dem Zuger Alpli künftig pachten wird. Mit dem Walchwiler Markus Hürlimann hat die Korporation hingegen jemanden gefunden, der die Alp bestossen wird.
Charly Keiser
Ein Walchwiler sömmert in Zukunft die Tiere hier auf dem Oberalpli, dessen Stall in der Bildmitte gut zu erkennen ist. (Bild: Charly Keiser)

Ein Walchwiler sömmert in Zukunft die Tiere hier auf dem Oberalpli, dessen Stall in der Bildmitte gut zu erkennen ist. (Bild: Charly Keiser)

Am Sonntag wurden den Gästen im Zuger Alpli die letzten legendären «Schnitzeli» an brauner Sauce mit Brot oder Kartoffelsalat serviert. Zum letzten Mal könnte heissen, dass damit nicht nur das diesjährige Alpwirtschaftsjahr, sondern für immer gemeint ist. Denn Edith und Ueli Baumann haben die Pacht mit der Korporation bekanntlich nicht verlängert, und keiner ihrer drei Söhne tritt in die Fussstapfen des Vaters. 21 Jahre lang haben die beiden die Alp bestossen und im Restaurant die Gäste bewirtet. Zuvor waren Ueli Baumanns Eltern 30 Jahre lang im Sommerhalbjahr auf dem Alpli. Und dies, nachdem zuvor deren Eltern 12 Jahre das Alpli gepachtet hatten, das zum Gemeindegebiet der Stadt Zug und der Korporation Zug gehört. Uelis Grossvater servierte den Gästen die ersten «Alplischnitzeli», und sein Sohn und sein Enkel führten die Tradition fort. Noch ist nicht klar, wer künftig im Alpli wirten wird. Vergeblich suchte nämlich die Korporation bislang Nachfolger für die Baumanns. Und auch wenn die Korporation im kommenden Winter noch fündig wird, ist nicht klar, ob die neuen Wirtsleute wieder Schnitzeli servieren werden.

«Wir mussten handeln»

Klar ist hingegen, wer im Frühsommer das Vieh aufs Alpli treiben wird: «Wir mussten handeln und haben darum den Alpbetrieb vergeben», sagt Franz Weiss, zuständig für die Bergallmendverwaltung bei der Korporation Zug: «Denn die Bauern, die bislang das Vieh auf dem Alpli sömmern liessen, wollten wissen, wer für ihre Tiere künftig zuständig ist.» Markus Hürlimann vom Unterstaffel auf dem Walchwilerberg wird im Frühling die Zäune auf dem Alpli bereit machen und sich um die Sömmerung der Tiere kümmern. Und dies für mindestens sechs Jahre, wie Franz Weiss verrät. Ein Problem der Pächtersuche sei die Vergabe des Alp- und Wirtsbetriebs als Ganzes, schaut Weiss zurück. «Denn wir haben nur wenige Interessenten gehabt und nun weitere Inserate nur für den Wirtsbetrieb geschaltet.» Es hätten sich einige potenzielle Kandidaten gemeldet, mit denen sie nun alles anschauen würden, sagt Weiss. Und er habe mit Ueli vieles angeschaut und mache sich auch schlau, wie das Alpli winterfest gemacht werden soll. «Wir mussten Sommer für Sommer auf vieles verzichten und freuten uns auf die Feierabende um 17 Uhr, auf Ferien und auf die Wochenenden», sagt Ueli Baumann. «Trotzdem», ergänzt er: «Ich möchte keine Minute missen. Ich bin hier oben aufgewachsen und sogar mit dem Velo zur Schule nach Unterägeri gefahren. Für uns stimmts. Wir freuen und auf unseren neuen Lebensabschnitt.»

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