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Als Dankeschön für 1000 Chriesibäume

An der Lebkuchenfeier wird selbstloses Engagement gewürdigt. Die Arbeit der vier dieses Jahr ausgezeichneten Pioniere kann man im ganzen Kanton bewundern.
Matthias Schmid
Der Zuger Stadtrat mit den Geehrten (von links, sitzend): Ueli Kleeb, Caroline Lötscher, Heiri Scherer und Josef Strickler. (Bild: PD)

Der Zuger Stadtrat mit den Geehrten (von links, sitzend): Ueli Kleeb, Caroline Lötscher, Heiri Scherer und Josef Strickler. (Bild: PD)

Wenn Gutes getan wird, bleibt das oft unbemerkt. Nicht aber in der Stadt Zug. An der Lebkuchenfeier werden jedes Jahr Menschen ausgezeichnet, deren Schaffen unbemerkt geblieben ist; Menschen, die ihre gemeinnützige Arbeit nicht an die grosse Glocke hängen. Der Lebkuchen dieses Jahr ging aber für einmal an Personen, deren Arbeit jeder Zuger kennt: 1000 Zuger Chriesibäume stehen dank ihnen mittlerweile im ganzen Kanton Zug. Sie machten Zug wieder zum «Chriesiland».

Lächelnd schütteln die «Chriesipioniere » die Hand des abtretenden Stadtpräsidenten Dolfi Müller, als er ihnen am Mittwoch den Lebkuchen übergibt. «Es ist schön, bei einem solchen Brauch belohnt zu werden», sagt Caroline Lötscher. «Diese Ehrung kommt zum perfekten Zeitpunkt«, freut sich Ueli Kleeb. Vor zehn Jahren pflanzten nämlich er und Heiri Scherer, die ersten 19 Chriesibäume bei der Kapelle St. Verena. Zwar überstanden nicht alle Bäume den Winter, zehn Jahre später stehen im Kanton nun aber 1000 Chriesibäume und Zug grüsst wieder als das «Chriesiland» schlechthin.

Von der Chriesistadt zum Chriesikanton

Caroline Lötscher begann auf dem Hirschenplatzfest, um Patenschaften für die Bäume zu werben. Doch erst der Stadtgärtner Josef Strickler konnte die Stadtzuger Bauern davon überzeugen, einige Bäume zur Pflege zu übernehmen. Aber auch der Stadtrat, der den Geehrten nun dankbar applaudiert, musste von der Idee überzeugt werden. «Ich habe ein gewisses Faible fürs Subversive. Deshalb habe ich das Projekt nicht gestoppt», erinnert sich Müller. Der Bann war gebrochen: Bald sprengte das Projekt die Grenzen der Stadt. Die Zeit war gekommen, um Zug zum «Chriesikanton» zu machen. Heinz Tännler erklärte 2011 das Chriesithema sogar zum Strategieziel des Regierungsrates. 50 000 Liter Kirsch und 250 000 Kirschtorten entstehen mittlerweile jährlich im Kanton Zug. Es gibt einen Chriesimärt, der mit dem berühmten Chriesi-sturm eröffnet wird. Deshalb berichteten sogar die ARD, France 5 und das Wall Street Journal über das Chriesiland Zug. «Wenn ich an all das denke, bekomme ich Hühnerhaut», sagt Ueli Kleeb über die Auswirkungen seiner Arbeit der letzten zehn Jahre.

«Es ist eine schöne Krönung dieser», freut er sich. Gemeinsam mit Caroline Lötscher, Heiri Scherer und Josef Strickler hat er Zug ein neues Gesicht verliehen: das Gesicht der Chriesistadt, der Zwillingsschwester der Wirtschaftscity. Dafür gibt es aber nicht nur Lebkuchen: Die Geehrten gehen mit dem Stadtrat im Rathauskeller gediegen essen. Vielleicht gibt es ja Zuger Kirschtorte zum Nachtisch.

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