ALTE LORZE: Seltene Vogelarten im Zugersee gesichtet

Die neue Kiesinsel im Zugersee kommt gut an, insbesondere bei Vögeln. Passanten sollten die Kiesinsel meiden.

Pd/Rem
Merken
Drucken
Teilen
Die Kiesinsel schafft Lebensraum für Fische und Vögel. (Bild: PD)

Die Kiesinsel schafft Lebensraum für Fische und Vögel. (Bild: PD)

Im Rahmen eines Renaturierungs- und Hochwasserschutzprojektes entstand im Bereich der ehemaligen Spinnerei Baar eine 120 Meter lange und 25 Meter breite Kiesinsel für Vögel und Fische. Nach einem Jahr sieht die Bilanz positiv aus: So konnten bereits kurz nach der Fertigstellung sehr seltene Vogelarten gesichtet werden, wie die Zuger Baudirektion mitteilt.

Nicht betreten: Kiesinsel beim Delta der Alten Lorze in Zug. (Bild: PD)

Nicht betreten: Kiesinsel beim Delta der Alten Lorze in Zug. (Bild: PD)

Der Kanton Zug hat unter anderem Singschwan, Seiden- und Silberreiher, Kiebitz, Grosser Brachvogel, Knäkente, Schwarzkopf- und Heringsmöve, Grünschenkel und sogar Säbelschnäbler nachgewiesen. Für letzteren gehen in der Regel in der Schweiz nur eine Handvoll Meldungen pro Jahr ein. Im Kanton Zug ist es insgesamt erst der dritte Nachweis – nach 1976 und 1984.

Störungen vermeiden

Die Schweizerische Vogelwarte ist zuversichtlich, dass sich in den nächsten Jahren noch weitere Vogelarten hinzugesellen. Dies wird aber nur gelingen, wenn Störungen möglichst vermieden werden und die Kiesinsel nicht als Badeplatz oder Bootsanlagestelle zweckentfremdet wird. Das Delta der Alten Lorze und mit ihm die neue Kiesinsel stehen unter Naturschutz und dürfen nicht betreten werden. Das gilt auch in den Sommermonaten. Die beliebten Badebuchten gleich nebenan, sind offiziell zum Baden und Bräteln freigegeben.

Auch Fische profitieren

Jungfische finden in Körben und Holzpackungen Platz. Ob sich dort Fische niedergelassen haben, kann nicht direkt beobachtet werden. Aber laut der Baudirektion nisteten sich bereits vor dem definitiven Einbau zahllose Jungfische in den im Uferbereich bereitgestellten Gitterkörben an.