ALTERSHEIME: Stadtrat versucht die Scherben aufzuwischen

Der Wechsel im Stiftungsrat der Stiftung Zugerischer Alterssiedlungen soll aktiv begleitet und unterstützt werden. Dies, nachdem es zum Eklat gekommen war.

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Das sanierungsbedürftige Altersheim Waldheim. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Das sanierungsbedürftige Altersheim Waldheim. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Der Zuger Stadtrat hat an seiner Sitzung vom Dienstag die Projektorganisation für die Ablösung des Stiftungsrates der Stiftung Zugerische Altersheime verabschiedet. Unter der Leitung der beiden Stadträte Andreas Bossard, Chef Departement SUS (Vorsitz), und Hans Christen, Finanzchef, wird eine Projektgruppe mit Spezialisten der Stadtverwaltung den Wechsel im Stiftungsrat aktiv begleiten und unterstützen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Neben organisatorischen Massnahmen sei es ein vordringliches Ziel, den Betrieb der drei Altersheimen einwandfrei weiterzuführen, das Wohl der Heimbewohner sicherzustellen und dies offen zu kommunizieren. Auch wolle der Stadtrat den Kontakt mit dem noch amtierenden Stiftungsrat aufrechterhalten und insbesondere Anliegen der Heimleitungen berücksichtigen.

Betriebsführung sicherstellen
Nach der Rücktrittserklärung des gesamten Stiftungsrats auf den 30. Juni 2009 muss die Stadt Zug ab dem 1. Juli 2009 die Betriebsführung der drei Zuger Alters- und Pflegeheime gewährleisten. Nach einer ersten Auslegeordnung hat der Stadtrat verschiedene Bereiche geortet, die geklärt und neu geführt werden müssen. Dazu gehören die künftigen Aufgaben des Stiftungsrates wie auch die Zusammenarbeit mit der Fachstelle Alter und Gesundheit der Stadt. Im Besonderen wird eine Entflechtung der strategischen und operativen Aufgaben des Stiftungsrates angestrebt.

Liegenschaftskonzept bis 2010
Die städtische Abteilung Immobilien soll die Verwaltung der Liegenschaften der Stiftung Zugerischer Altersheime übernehmen. Die Übertragung der Liegenschaften in das Eigentum der Stadt sei in der aktuellen Übergangsphase nicht von vordringlicher Bedeutung, mit Ausnahme des Altersheims Waldheim, das in absehbarer Zeit umfassend saniert werden müsse, wie es weiter heisst. Anfang 2010 soll dem Stadtrat aber ein Konzept betreffend das Eigentum der Liegenschaften samt Investitionsplanung vorliegen. Weitere Synergien ortet der Stadtrat in den Bereichen Informatik und Buchführung. Die städtische Informatikabteilung unterstützt ab dem 1. Juli den Informatikbereich der Heime. Ob die Buchführung vom Finanzdepartement der Stadt Zug übernommen wird, wird geprüft. Und schliesslich soll auf den 1. Januar 2010 die neue Leistungsvereinbarung mit der Stiftung abgeschlossen und in Kraft sein.

scd