ALTERSSTRATEGIE: Freiwillige rücken für Angehörige nach

Die Stadt Zug zeichnet den Weg vor, wie betagte Menschen in Zukunft ein selbstbestimmtes Leben führen sollen. Ihre Strategie steht im Zeichen von zunehmend älter werdenden Menschen – und abnehmender Familiensolidarität.

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Im Zentrum der zukünftigen Altersstrategie soll das selbstbestimmte Leben im Alter stehen. (Bild: Themenbild / Keystone)

Im Zentrum der zukünftigen Altersstrategie soll das selbstbestimmte Leben im Alter stehen. (Bild: Themenbild / Keystone)

Auch in der Stadt Zug werden die Menschen immer älter. Der Anteil der über 80-Jährigen wird gemäss einer Mitteilung des Departement, Soziales, Umwelt und Sicherheit bis in zwanzig Jahren von 1500 auf 2700 Personen anwachsen. Mit einer nun vorliegenden Altersstrategie soll die Stadt der demografischen Entwicklung begegnen.

Familiäre Unterstützung ist nicht mehr selbstverständlich

Die Altersstrategie will die Selbstbestimmung und das private Umfeld stärken. Die familiäre Unterstützung spiele im Leben der älteren Menschen auch heute noch eine grosse Rolle, schreibt der Stadtrat. Weil sie in Zukunft aber nicht mehr als selbstverständlich gelte, werde Freiwilligenarbeit wichtiger. Massnahmen gestützt auf die Altersstrategie sollen diese Angebote stärken:Dies insbesondere durch Beratung und durch die Koordination vorhandener Angebote. Ein besonderes Augenmerk soll darauf gelegt werden, dass es auch immer mehr ältere Migrantinnen und Migranten gibt. Auch sie sollen Zugang zu passenden Angeboten erhalten.

Gefördert werden sollen altersgerechte Wohnformen, etwa Alterswohnungen oder Wohnungen mit zusätzlichen Dienstleistungen. Eine Akutgeriatrie, eine geriatrische Rehabilitation und die Akut- und Übergangspflege sollen die selbstständige Lebensführung zu Hause möglichst lange sicherstellen.

Als wichtigen Aspekt nennt die Stadt die angemessene Betreuung von demenzkranken Personen. Dazu sei kompetentes Pflegepersonal eine der wichtigsten Voraussetzungen. Um mehr Fachpersonal im Pflegebereich behalten zu können, sollen die Arbeitsplätze in Zukunft noch attraktiver werden.

Die Altersstrategie wird im Frühjahr 2015 dem Grossen Gemeinderat vorgelegt. Tritt der Grosse Gemeinderat auf die Vorlage ein, will die Stadt im laufenden Jahr die Umsetzung der Massnahmen in Angriff nehmen.

pd/cv