Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

«Altes Bahnhöfli» Oberägeri: Altlastensanierung sorgt für Verzögerung

2018 wurde entschieden, dass die Gemeinde Oberägeri das «Alte Bahnhöfli» verkauft. Doch es verlottert noch immer.
Carmen Rogenmoser

Noch immer steht das «Alte Bahnhöfli» verwittert und verlottert am Dorfeingang in Oberägeri. Die Fenster sind zugenagelt, die Holzfassade splittert nach und nach ab. Dies, obwohl im März 2018 an der Gemeindeversammlung entschieden wurde, dass das Bahnhöfli-Grundstück an der Morgartenstrasse 4 mitsamt dem Gebäude verkauft wird. Damals war noch nicht klar, ob das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wird oder nicht. Der Verkaufspreis wurde davon abhängig gemacht. Ein knappes halbes Jahr später informierte die kantonale Denkmalpflege, dass das ehemalige Bahnhofgebäude, das als Endstation der legendären Strassenbahn von Zug nach Oberägeri diente, unter Schutz gestellt wird. Das Verwaltungsgericht hatte die Beschwerde der Einwohnergemeinde Oberägeri abgewiesen und die Schutzwürdigkeit des Gebäudes bejaht. Demnach kann das Gebäude samt Land für 2,35 Millionen Franken verkauft werden. Bis heute hat aber weder ein Besitzerwechsel stattgefunden, noch wurde ein Baugesuch eingereicht – obwohl ebenfalls bereits im März 2018 bekannt war, dass die Steel Construction Technology AG (SCT) mit Sitz in Unterägeri am Kauf interessiert ist.

Hinter den Kulissen aber war während der letzten Monate einiges los. Vor dem Verkauf musste die Gemeinde eine Altlastensanierung machen. Die hat laut Manuela Käch, Verantwortliche Kommunikation der Gemeinde Oberägeri, sehr viel mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht. Deshalb kam es zu Verzögerungen. «Der Gemeinderat hat letzte Woche den Vertrag genehmigt und das Grundbuchamt ist aktuell an der Terminsuche für die Unterzeichnung des Vertrags», antwortet sie zudem.

Die Käuferin hält sich 
auch noch bedeckt

Die Käuferin des Grundstücks, die SCT, ist in Unterägeri ansässig, aber Teil einer weitverzweigten Firmengruppe. Rund 20 Arbeitsplätze würde die Firma nach Oberägeri bringen. Geplant sind auf der Parzelle zusätzliche Gebäude für Gewerbe und Wohnungen. Ebenfalls angedacht ist im Erdgeschoss eines der Gebäude eine öffentlich zugängliche Kunstgalerie. Was es mit den Plänen gegenwärtig auf sich hat, ist nicht zu erfahren. Bis der Verkauf definitiv abgeschlossen ist, möchten sich die Verantwortlichen gegenüber unserer Zeitung nicht zum Projekt äussern. Nun aber kann das Grundstück definitiv verkauft werden. Die SCT Steel Construction Technology AG hat im betroffenen Gebiet einiges vor. So hat die Firma in den letzten Jahren auch zwei angrenzende Parzellen an der Morgartenstrasse 2 erworben.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.