Altpapiersammlung im Freiamt wird anders organisiert

Vereine und Schule dürfen in der aktuellen Situation nicht eingesetzt werden.

Eddy Schambron
Merken
Drucken
Teilen

Draussen lauert das Coronavirus, drinnen stapelt sich das Altpapier mit den Artikel darüber. Die Freiämter Gemeinden gehen unterschiedlich mit den Altpapiersammlungen um, die in normalen Zeiten oft von Vereinen oder Schulen durchgeführt werden, um.

Beispiel Wohlen: Die Altpapiersammlungen werden hier normalerweise durch die Jungwacht/Blauring, Pfadi und HC Wohlen Freiamt organisiert und durchgeführt. Mit den aktuellen Bestimmungen geht dies nicht mehr, die letzte Papiersammlung vom 4. April fiel deshalb aus. Das wurde zwar entsprechend der Öffentlichkeit mitgeteilt, trotzdem wurde viel Papier und Karton bereitgestellt, wie Caroline Wiederkehr, die Leiterin Stabsdienste, festhält. Der Gemeinderat bittet deshalb, das Material, sofern nicht schon erledigt, umgehend wieder zu entfernen und für die nächste Sammlung hinzustellen. Die Gemeinde wird das Material nicht wegräumen. Die nächste Altpapiersammlung wird am 25. April stattfinden. Die Gemeinde konnte, zusammen mit der Koch Fuhrhalterei AG und der Römer AG, eine Lösung organisieren: Papier und Karton werden mit Kehrichtfahrzeugen gesammelt.

Am gleichen Datum findet die Papiersammlung in Arni statt. Sie wird allerdings aufgrund der aktuellen Situation nicht vom Turnverein Arni, sondern mittels Presswagen durch die Firma Voegtlin-Meyer, durchgeführt.

Die Papier- und Kartonsammlungen in Bremgarten am 28. März und in Hermetschwil-Staffeln am 2. April wurden abgesagt. Die nächste Sammlung in Bremgarten ist am 9. Mai geplant. «Wir werden die neuen Bestimmungen und Entscheidungen des Bundes nächste Woche abwarten und dann entsprechende Massnahmen treffen», hält Walter Beer, Sachbearbeiter Tiefbau, fest. Diese könnten eine mögliche Durchführung durch den Verein mit Einhaltung der Vorgaben des Bundes sein (mehrere Fahrzeuge und Kleingruppen mit maximal fünf Personen mit jeweils zwei Metern Abstand, Schutzmasken) oder die Bereitstellung der Container an den üblichen Plätzen für eine längere Zeit, wo die Bewohner die Bündel selbstständig einwerfen können. Eine weitere Alternative könnte die Einsammlung durch das Kehrichtabfuhrunternehmen sein. «Wir werden sehen», sagt Beer.

Keine Sammlung in der Gemeinde Muri

Verschiedene Gemeinden haben zunächst geplante Papier- und Kartonsammlung ersatzlos gestrichen. So auch Muri, wo sie am 9. Mai durch Jungwacht und Blauring hätte stattfinden sollen. Daniela Stammler, Abteilung Bau und Planung, macht aber darauf aufmerksam, dass das Recycling-Paradies geöffnet hat. Das gilt auch für andere Entsorgungsstellen in der ganzen Region. Im Gegensatz zu verderblichem Abfall kann Papier und Karton immerhin sorglos auch über längere Zeit im Keller gelagert werden.