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Am «Eidgenössischen» in Zug wird wohl der Verkehr zur Herausforderung

Die Zuger Blaulichtorganisationen möchten am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest auf möglichst vieles vorbereitet sein. Denn unter dem Volksfest soll die Versorgung der restlichen Bevölkerung nicht leiden.
Andrea Muff
Von links: Daniel Jauch, Kommandant Freiwillige Feuerwehr Zug sowie Einsatzleiter Feuerwehr Esaf 2019, Andreas Müller, Leiter Rettungsdienst des Kantons Zug sowie Einsatzleiter Sanität Esaf 2019, und Gregor Bättig, Pikett-Offizier Zuger Polizei sowie Einsatzleiter Polizei Esaf 2019. (Bild: PD)

Von links: Daniel Jauch, Kommandant Freiwillige Feuerwehr Zug sowie Einsatzleiter Feuerwehr Esaf 2019, Andreas Müller, Leiter Rettungsdienst des Kantons Zug sowie Einsatzleiter Sanität Esaf 2019, und Gregor Bättig, Pikett-Offizier Zuger Polizei sowie Einsatzleiter Polizei Esaf 2019. (Bild: PD)

Die Bagger auf der Lorzenebene sind aufgefahren. Arena und Festgelände des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (Esaf) in Zug nehmen langsam Form an. Insgesamt erwartet das Esaf-Organisationskomitee (OK) vom 23. bis 25. August über 300 000 Besucher in der Stadt Zug – also fast dreimal die Bevölkerungszahl des Kantons Zug. Das bisher grösste Volksfest im Kanton Zug wird auch für die Blaulichtorganisationen zur Herausforderung. Diese orientierten am Montag über den Stand der Vorbereitungen.

Als Herausforderung wird vor allem das Verkehrsaufkommen bezeichnet. Gregor Bättig, Einsatzleiter der Polizei, erklärt: «Hierbei geht es darum, die Strassen offen zu halten für dringliche Einsätze der Blaulichtorganisationen.» Bättig versichert, dass die Grundversorgung immer gewährleistet sein werde. Gleichzeitig werde aber generell mit einem hohen Verkehrsaufkommen in der Region gerechnet. Nun gibt es auch die Möglichkeit, bei viel Verkehr, die Autobahnabfahrten zu sperren. «Damit wir weiterhin die Möglichkeit haben, uns im Kanton zu bewegen», erklärt er.

Umweltrisiken fliessen auch in die Planung ein

Weiter wird die Zuger Polizei auch im Bereich Personenlenkung gefordert sein. Dabei geht es etwa darum, die Besucherströme «optimal» zu lenken und dichtes Gedränge, insbesondere im Festperimeter, zu vermeiden. Gregor Bättig bestätigt, dass neben Überwachungskameras auch Einsatzkräfte auf dem Gelände seien. Wie viele Polizisten insgesamt unterwegs sein werden, könne er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. «Es wird in einem an die Besucherzahl angepassten Rahmen sein», verrät er. Mit Lautsprechern, Informationen auf den sozialen Medien und Signalisationen sollen die Besucher in Notsituationen gelenkt werden. «Auch auf die Bewältigung der anlasstypischen Phänomene bei Grossveranstaltungen also Streitereien, Schlägereien, deliktische Phänomene wie Taschen- und Trickdiebstahl, Falschgeld und so weiter müssen wir uns vorbereiten», stellt Gregor Bättig klar. Ebenfalls Einzug in die Planung finden auch mögliche Umweltrisiken wie schwere Unwetter. Bis es losgeht, muss Bättig mit seinem Team noch ein paar logistische Aufgaben lösen und die Personalplanung machen: «Es werden alle Polizeiangehörigen während des Grossanlasses im Einsatz stehen beziehungsweise verfügbar sein.»

Auch der Rettungsdienst Zug (RDZ) wird gefordert, denn dieser erwartet ein dreimal höheres Einsatzaufkommen als an einem «gewöhnlichen» Wochenende. Und: «Die Bevölkerung des Kantons darf in dieser Zeit nicht schlechter versorgt werden», betont Andreas Müller, Einsatzleiter Sanität. Um dieses Ziel zu erreichen, basiert das Einsatzkonzept auf eine dezentrale Aufstellung mit Stützpunkten in Zug, Baar und im Ennetsee. Fahrzeuge aus den Kantonen Zürich und Schwyz unterstützen die Zuger Rettungsteams vor Ort. Und innerhalb des Festareals stellt Schutz & Rettung Zürich im Auftrag des Esaf-OK den Sanitätsdienst sicher. Zur grössten Herausforderung für die Einsatzteams werde aber der Umgang mit der Informationsfülle sein, ist sich Andreas Müller sicher. Spezielle Zufahrten, gesperrte Strassen sowie Standorte der Festinfrastruktur müssen im Detail bekannt sein.

Der Feuerwehrdienst während des Eidgenössischen übernimmt die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ). Sie arbeitet mit den Feuerwehren Baar und Steinhausen zusammen. «Wir sind gut vorbereitet», versichert Daniel Jauch, Einsatzleiter Feuerwehr. Nun müssen noch die Eventualplanungen abgeschlossen werden, erklärt er weiter. Der Kommandant der FFZ bestätigt, dass von Freitag bis Montag rund um die Uhr ein Tanklöschfahrzeug mit sechs Personen einsatzbereit sei.

Doch nicht nur Pläne und Konzepte liegen bereit, die Zuger Blaulichtorganisationen sind auch optisch aufs Eidgenössische eingestellt: Ein Logo macht auf Uniformen und Fahrzeugen auf das Grossereignis aufmerksam. Und ein Einsatzfahrzeug der Zuger Polizei kurvt quasi im Edelweiss-Hemd umher.

Die Einsatzfahrzeuge der Blaulichtorganisationen im Esaf-Gewand. (Bild: PD)

Die Einsatzfahrzeuge der Blaulichtorganisationen im Esaf-Gewand. (Bild: PD)

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