Am Zuger Kinderumzug wollten die Teilnehmer ein Zeichen setzen

Bei bestem Wetter zog am Donnerstag der grosse Kinder- und Schülerumzug durch die Zuger Altstadt. Das Motto Klimaschutz dominierte.

Tijana Nikolic
Drucken
Teilen
Auf dem Einrad: Am Kinderumzug in Zug bedienten sich die Teilnehmer verschiedener Fortbewegungsmittel.
17 Bilder
Auf den Boden wurden Velosymbole gespürt.
Eine neue Zunft ist gegründet. Hilmar Meienberg und Philipp Koller mit der Pissigässlizunft.
Ein üppiges Kostüm trug diese Teilnehmerin. Ein Kleid aus Kunstrasen und Flügel mit bunten Blüten.
Achtung, Konfetti! Die Kleinsten hatten ihre helle Freude daran, mit den bunten Papierfetzen um sich zu werfen.
Und auch die Grossen liessen sich die Freude am bunten Konfettiregen nicht nehmen.
Ohne Musik geht an der Fasnacht nichts. Die Bänkli Clique spielte hoch oben auf einem Wagen.
Selfie-Zeit. Natürlich muss der Besuch am Kinderumzug für die Verwandten und den Social-Media Post festgehalten werden.
Wild ist die Fasnacht jedes Jahr.
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Hier eine Klasse, die sich als Leiterlispiel verkleidete.
Stolzer Träger der Bänkli-Clique Plakette.
Mit Pauken, Trompeten und Susaphon: Gespielt wurden verschiedenen Instrumente am Kinderumzug.
Grüezi! It's fun - Es macht Spass. Dass dachten sich wohl auch die Schüler der International School of Zug, welche sich weltoffen präsentierten.
Faszination Fasnacht: Der kleine Löwe mit wuschliger Mähne kommt gar nicht mehr aus dem Staunen heraus.
 Prinz Gregor I. von Letzibuzaeli wirft Konfetti.
Hier Burki original!
Charmant: Andre Wicki verteilt Rosen am Umzug.

Auf dem Einrad: Am Kinderumzug in Zug bedienten sich die Teilnehmer verschiedener Fortbewegungsmittel.

Bild: Christian Herbert Hildebrand (Zug, 20. Februar 2020)

Bei frühlingshaftem Wetter startete am Donnerstag der grosse Kinder- und Schülerumzug auf dem Kolinplatz um 14.30 Uhr. Der Winter schien bereits beim Anblick der maskierten Gestalten vertrieben. 39 Nummern schlenderten bestens gelaunt zu Klängen der Guggenmusik über den Postplatz bis zum Finale am Bundesplatz.

Auf den Strassenrändern traf man Dinosaurier, Löwen, Giraffen, Polizisten oder Feen. Die Vielfalt war gross. Da wurde ein kleiner Feuerwehrmann von einer Zirkusdompteurin im Kinderwagen herumgestossen, während die Oma brav den grossen Konfettisack mittrug. «Jetzt wird es laut. Ich habe mich seit Monaten darauf gefreut», sagt die kleine Ivana aus Cham und grinst in ihrem grünen Froschkostüm.

Es ist egal, woher man kommt, wie alt das man ist oder welchen beruflichen Status man hat, zur Fasnachtszeit geniessen alle zusammen das närrische Geschehen. Nebst Clowns, Akrobaten oder Märchenfiguren fand ein grünes Motto besonders grossen Anklang: der Klimaschutz. Schüler als Wälder verkleidet hielten Schilder hoch, auf denen stand «Rettet mich», während sie Parolen wie «Wir sind laut, weil ihr unser Klima klaut» zum Besten gaben. Meereswellen voller Plastikmüll rauschten an den Besuchern vorbei, Recyclingboxen tänzelten zum Takt und verschiedenste Velofahrer präsentierten mit ihrem Auftritt den «Velokanton Zug».

Den Hingucker des Nachmittag boten zwei Schülerinnen aus der Kirchmatt Stadtschule auf einem Wagen voller Plastikmüll, der zu einem Fisch zusammengebastelt wurde. Durch ein Mikrofon riefen die beiden: «How dare you? You have stolen my dreams and my childhood», wie die junge Klimaaktivistin Greta Thunberg vor einigen Monaten vor den Vereinigten Nationen. Die Schüler wollten Zeichen setzen. Belohnt wurden sie nach dem Umzug auf dem Bundesplatz bei der traditionellen, grossen Konfettischlacht.