Amgen streicht Stellen in Zug

Der US-Konzern Amgen beschäftigt auf dem ehemaligen Landis & Gyr-Areal 350 Mitarbeiter. Jetzt will er einen Teil davon entlassen.

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Amgen ist auf dem Zuger Siemens Campus zu Hause. (Bild: Keystone.)

Amgen ist auf dem Zuger Siemens Campus zu Hause. (Bild: Keystone.)

Der US-Biotech-Riese mit Sitz auf dem ehemaligen Landis & Gyr-Areal in der Stadt Zug baut Stellen ab. Dies bestätigte das Unternehmen am Dienstag in einer schriftlichen Stellungnahme. Über die Zahl der Arbeitsplätze, die vom Abbau betroffen sind, und die Gründe für die Streichung gab es bis Redaktionsschluss keine Angaben.
Amgen beschäftigt in Zug rund 350 Mitarbeiter, darunter viele Spezialisten im Bereich Forschung, Recht, Marketing und Verkauf.

Dem Unternehmen machen seit kurzem die hohen Personalkosten zu schaffen, vermuten Branchenkenner. Amgen wuchs in nur drei Jahrzehnten zum weltweiten Biotechmulti. Zwei wichtige Blockbuster-Medikamente von Amgen (Epogen und Neupogen) verlieren 2013 ihren Patentschutz. Der Erfolg der neuen Medikamente, die sich noch in der Pipeline befinden, bleibt ungewiss.

Hoher Franken belastet

In der Schweiz kämpft Amgen zusätzlich mit dem hohen Frankenkurs, der die Personalkosten innerhalb von zwei Jahren um 20 Prozent ansteigen liess. Über das Ausmass des Stellenabbaus in Zug schwieg sich das Unternehmen bis gestern Abend aus. Es liess aber verlauten, dass man am Standort Zug festhalte.

Amgen-Konzern

eme. Pharma Amgen wurde 1980 in Kalifornien gegründet und gilt als Pionier der Biotechnologie. Den internationalen Firmensitz eröffnete Amgen 1989 in Luzern, 2002 kam die Schweizer Filiale hinzu. Beide Amgen-Firmenzweige wechselten 2005 den Sitz nach Zug. Amgen erwirtschaftet mit 17 000 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von über 15 Milliarden US-Dollar, rund 2,8 Milliarden entfallen dabei auf die Bereiche Forschung und Entwicklung. In der Schweiz arbeitet Amgen in der Forschung mit rund 50 Spitälern zusammen.

Ernst Meier

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