Unterägeri: Chlösterli-Anbau nimmt weitere Hürde

Das Altersheim Chlösterli in Unterägeri rechnet mit einer Baubewilligung bis im kommenden Frühling. Bei der Parkplatzsituation hingegen sind noch nicht alle Fragen geklärt.

Rahel Hug
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Das Chlösterli soll erweitert werden. Geplant ist ein Anbau mit einer Kegelbahn, einem Aufenthalts- sowie einem Bankettraum.

Das Chlösterli soll erweitert werden. Geplant ist ein Anbau mit einer Kegelbahn, einem Aufenthalts- sowie einem Bankettraum.

Bild: Stefan Kaiser (Unterägeri, 13. Mai 2019)

Der Stiftungsrat des Altersheims Chlösterli in Unterägeri plant seit längerem eine Erweiterung. Vorgesehen ist ein Anbau mit einer Kegelbahn im Untergeschoss, ein Aufenthaltsraum im Hochparterre und ein Bankettraum im Obergeschoss. Zu stehen kommen soll die Erweiterung im Osten der Anlage, südlich des Kindergartens. Bereits Anfang Jahr wurde das Baugesuch für das Vorhaben eingereicht. Bis heute konnten aber die Bagger nicht auffahren – unter anderem, weil für den Anbau eine Terrainanpassung nötig ist und dafür vertiefte Abklärungen getätigt werden mussten.

Jetzt gibt es Neuigkeiten. Vorgesehen ist nämlich ein interner Landabtausch. Nötig ist dieser, weil das Land, wo die Erweiterung geplant ist, an Landwirtschaftsland grenzt. In dieser Zone sind Terrainveränderungen grundsätzlich nicht möglich.

Als Nächstes steht die Prüfung der Umzonung an

Für den Anbau wäre aber genau dies auch bei der angrenzenden Parzelle nötig. Der Unterägerer Gemeinderat hat für die Realisierung dieses Landabtausches beziehungsweise der Umzonung in die Zone des öffentlichen Interesses ein Büro beauftragt. Nun liegt ein Entwurf vor, wie der aktuellen Ausgabe des Infoblattes «Echo vom Chlösterli» zu entnehmen ist. Als Nächstes wird diese Umzonung durch den Gemeinderat und den Kanton überprüft. «Sobald dieses Verfahren abgeschlossen ist, sollte der Baugenehmigung nichts mehr im Wege stehen», heisst es. Man rechne mit der Bewilligung bis im April 2020.

Laut Paul Müller, Leiter des Chlösterlis, geht es um eine Fläche von rund 590 Quadratmetern, die neu der Zone für öffentliches Interesse zugeteilt werden soll. Der Baustart für das Vorhaben soll, wenn alles nach Plan geht, Anfang Juli erfolgen, wenn die Sommerferien beginnen. «In der Anfangsphase wird der Lastwagenverkehr am intensivsten sein, und so kommen wir dem Betrieb des Kindergartens nicht in die Quere», erklärt Müller.

Mit dem Anbau möchte das Chlösterli mehr Platz und einen Rückzugsraum für die Mitarbeiter schaffen, aber auch im Event-Bereich noch stärker aktiv werden. So kann der Raum mit der Kegelbahn, in dem laut Müller auch ein Billardtisch und eine Dart-Anlage Platz finden sollen, von Firmen und Gruppen gemietet werden. «Selbstverständlich dürfen auch Chlösterli-Bewohner den Raum für ihre Feiern nutzen», so der Leiter. Wie viel der Anbau kosten wird, darüber kann Müller noch nicht im Detail Auskunft geben. Er sagt nur so viel: «Die Trägerstiftung finanziert das Projekt ohne Subventionen und Beiträge.»

Die Abklärungen mit dem Kanton laufen

Im Zusammenhang mit dem Neubau sind auch auf dem Parkplatz Anpassungen nötig. Hier herrscht eine komplizierte Situation. Bei der Überprüfung des Gesuchs wurde nämlich festgestellt, dass die Parkplätze bei der Zufahrt zum Chlösterli nur provisorisch bewilligt sind. Ein Gutachten, das ebenfalls von der Gemeinde in Auftrag gegeben wurde, sollte Klarheit schaffen, wie viele Parkplätze die Alters- und Pflegeinstitution überhaupt benötigt. Auch diese Ergebnisse liegen nun vor. Die 60 bestehenden Parkplätze sind im Prinzip ausreichend, bei grösseren Veranstaltungen wird es allerdings eng. Die Frage, ob die Parkplätze definitiv bestehen bleiben können, ist Stand von Abklärungen mit dem Kanton. Dies sagt der Unterägerer Gemeindepräsident Josef Ribary auf Anfrage.

Für das Chlösterli ist im Moment wichtig, dass man die beiden Themen (Parkplätze und Erweiterungsbau) voneinander «trennen» konnte. «So steht unserer Erweiterung vorerst nichts im Wege», sagt Paul Müller. Dennoch hofft der Geschäftsleiter, dass bald Klarheit über die Parkplatzsituation herrscht.