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ALG nominiert Andreas Hürlimann für Zuger Regierungsratswahl

Andreas Hürlimann soll den grünen Sitz im Regierungsrat verteidigen. Es ist das erste Mal, dass die Linke im Majorz-System mit einem Neuling antritt.
Marco Morosoli
Der Regierungsratskandidat der ALG Andreas Hürlimann. Bild: PD

Der Regierungsratskandidat der ALG Andreas Hürlimann. Bild: PD

Mit Sperrfristen ist das so eine Sache. Interessant sind diese vor allem dann, wenn die Alternative-die Grünen (ALG), welche diese virtuelle Hürde auf ihre Pressemeldung gesetzt haben, sie gleich selber niederreisst. Wer heute in den Siehbachsaal zur Nominationsversammlung der ALG gekommen ist, wird beim Eingang mit einem grossen Plakat empfangen. Dessen Botschaft: «Wir nominieren Andy Hürlimann für die Regierungsratswahl.»

Der 36-Jährige ist seit vier Jahren Bauchef im Steinhauser Gemeinderat. Im Kantonsrat sitzt Hürlimann schon seit zwölf Jahren. Bereits im Alter von 20 Jahren hat der Steinhauser für den Kantonsrat aufstellen lassen. 16 Jahren später setzt Hürlimann nun zum nächsten Karriereschritt an. Die Nomination seiner Partei ist nie in Frage gestanden. Die 73 ALG-Parteimitglieder, die gestern zum offiziellen Termin gekommen sind, haben Andreas Hürlimann einstimmig zu ihrem Regierungsratskandidaten bestimmt.

Hürlimann will sich noch auf
keine Direktion festlegen

Mit diesem Entscheid der ALG des Kantons Zug ist klar, dass Andreas Hürlimann seine Kandidatur auf eine weitere Legislatur als Bauchef des Steinhauser Gemeinderates verzichten wird. Im Wahlkampf zwei Hüte tragen könne er nicht. Das setzt den ALG-Ableger in Steinhausen unter Druck. Es soll deshalb noch vor den Sommerferien ein neuer Kandidat gefunden werden. Wie erwartet wird der Regierungsratskandidat gefragt, welche Direktion er bei einem Wahlsieg gerne übernehmen würde. Als Steinhauser Bauchef wäre er prädestiniert, dieses Ressort auch auf einem höheren Level zu übernehmen.

Dies auch im Wissen, dass Hürlimann kürzlich ein Hochschuldiplom in Planung Öffentlicher Verkehr mit Bravour abgeschlossen hat. Der neue Baudirektor wird im Zuge der Verwaltungsreform ab dem kommenden Jahr auch für das Amt für öffentlichen Verkehr zuständig sein. Doch Andreas Hürlimann will sich nicht festlegen, «das wäre etwas Spannendes». Als ehrliche Haut sagt er dann, «dass er sich bei seiner Wahl in den Steinhauser Gemeinderat auch nicht hätte vorstellen können, das Bauwesen zu übernehmen.»

Manuela Weichelt zufrieden mit dem Entscheid

Die scheidende Frau Landammann Manuela Weichelt lobt gegenüber Andreas Hürlimann ihr Amt, «als ein Traumjob». Ihr sei ein «Stein vom Herzen gefallen», als sie gehört habe, wen die ALG auf den Schild heben wolle.

«Wir müssen aber», so befand der ehemalige ALG-Kantonsrat Martin Stuber, «dafür kämpfen, dass wir den Sitz verteidigen können.» Stuber erinnerte daran, dass sich mit der Majorzwahl die Voraussetzungen geändert hätten: «Der Name von Andreas Hürlimann muss auf mindestens auf jedem vierten Wahlzettel stehen.» Das sei für einen Neuling eine nicht zu unterschätzende Hürde. Die ALG sitzt seit 1990 im Zuger Regierungsrat. Zwischen 2006 und 2010 hat die Partei gar zwei Vertreter gestellt.

Ein Wahlkampfutensil hat die ALG schon mal kreiert. Es gibt ein Hürlimanndli in Anlehnung des bekannten Bieres «Goldmanndli» einer Baarer Brauerei. Die gewählte Sorte «Amber» passt, denn dieses Bier kommt rötlich daher. Andreas Hürlimann sagt: «Es ist wichtig, dass auch in der kommenden Legislatur die linksgrüne Stimme im Regierungsrat vertreten ist.» Am nächsten Dienstag ist die SP mit der Nominationsversammlung in Sachen Regierungsrat am Zug.

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