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Andreas Thiel bereitet in
Kanton Zug Filmdreh vor

Zusammen mit einem Immobilieninvestor hat der bekannte und polarisierende Satiriker Andreas Thiel in Cham eine Firma gegründet. Der Grund: Schon bald soll mit dem Dreh eines Films begonnen werden.
Livio Brandenberg
Der umstrittene Satiriker Andreas Thiel bei einem Auftritt. (Bild: PD)

Der umstrittene Satiriker Andreas Thiel bei einem Auftritt. (Bild: PD)

Man kennt ihn als bissigen Politsatiriker und Autor mit farbiger Irokesenfrisur. Jetzt erweitert Andreas Thiel sein Wirkungsfeld: Er produziert einen Film. Zu diesem Zweck hat der gebürtige Berner zusammen mit dem Solothurner Immobilienunternehmer Daniel Fluri die Firma Hummelflug AG mit Sitz in Cham gegründet. Das Drehbuch für die Komödie hat Thiel natürlich selber geschrieben, wie er auf Anfrage sagt.

Wie ist es dazu gekommen? Er habe Daniel Fluri vor rund drei Jahren am Berner Zibelemärit getroffen. «Er kam auf mich zu, in einer Hand einen Cognac, in der anderen eine Zigarre, und sagte: ‹Du musst ein Drehbuch schreiben›.» Davor habe er Fluri nicht gekannt, erzählt Thiel. Er habe seine Tourneeplanung abgebrochen und die letzten eineinhalb Jahre an dem Drehbuch geschrieben. Etwa gleich lange schon hat Thiel sein Büro in Cham in der Papieri, seit dann ist auch seine erste Firma, die Gretchen AG, in Cham domiziliert.

Die neue Hummelflug AG haben Thiel und Fluri ins Leben gerufen, um die Rechte am geplanten Film – «und hoffentlich auch weiteren Projekten» – zu halten, so Thiel. Er sei mit seinem Team gerade mitten in den Vorbereitungen zur Gründung einer weiteren AG, einer Produktionsfirma. Diese werde noch in diesem Sommer in Handelsregister eingetragen. Ein Film zu drehen sei «eine grössere Kiste», so der Humorist. «Da braucht es eine eigene Firma, die sich um all die Details einer Filmproduktion kümmert.»

Ab 5000 Franken ist man dabei

Für dieses weitere Unternehmen würden jetzt Aktien gezeichnet. «Alle, die beim Film mitmachen wollen, können sich via Website (www.andreasthiel.ch) melden. Ab 5000 Franken ist man dabei.» Am Schluss dürften es gemäss Thiel über 100 Aktionäre sein. Ihm und seinem Geschäftspartner sei wichtig, das Projekt ohne staatliche Fördergelder zu drehen. «Das Ziel ist ein kommerzieller Film. Wir wollen das staatliche Filmförderungsmonopol aufbrechen» – die Subventionen respektive deren scharfe Kritik sind eines seiner Lieblings­themen. Was die Kosten für die Produktion angeht, werden sich Thiel und Fluri, der ein Filmnarr sei, «nicht zum Fenster rauslehnen». Stars werde man keine engagieren, lieber die Kameraleute oder anderen Techniker anständig bezahlen. Und der Fokus liege ohnehin auf der Story.

Diese hat es laut dem Neo-Produzenten in sich: «Im Film geht es um aktuelle politische Themen, die in Form einer Komödie behandelt werden. Stoff also, an den sich viele nicht mehr heranwagen.» Konkret drehe es sich um «Weltuntergangsszenarien, Migration, religiösen Terrorismus sowie militanten Tier- und Umweltschutz oder Veganismus», umreisst der 47-Jährige den Themenbereich. «Es ist eine Komödie, in der Menschen mit unterschiedlichsten – militanten – Weltanschauungen zusammenkommen. Dies ist die Ausgangslage.» Drehbeginn soll im kommenden Frühling sein; übernächstes Jahr soll der Film dann in den Kinos laufen.

Eine Anekdote gibt es noch zum Firmennamen: «Zuerst wollten wir sie ‹Bienenhonig› taufen. Doch das Handelsregisteramt fand das irreführend, man könnte denken, wir produzierten Bienenhonig», amüsiert sich Thiel.

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