Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Anfang Juni soll der Wanderweg an der Sihl wieder eröffnet werden

Der Wanderweg entlang der Sihl, welcher Mitte März 2019 wegen eines Felssturzes gesperrt werden musste, ist bald wieder begehbar. Die Sanierungsarbeiten sind demnächst abgeschlossen, was auch den Wirt des «Sihlmätteli» freuen dürfte.
Nadine Wyss
Die Verantwortlichen setzen viel daran, dass die Wanderer in Menzingen bald wieder sicher der Sihl entlang laufen können. (Bild: Stefan Kaiser, Menzingen, 27. Mai 2019)

Die Verantwortlichen setzen viel daran, dass die Wanderer in Menzingen bald wieder sicher der Sihl entlang laufen können. (Bild: Stefan Kaiser, Menzingen, 27. Mai 2019)

Anlässlich der Medienorientierung vom Montag informierte die Direktion des Innern vor Ort über die umfangreichen Sanierungsarbeiten. In der Nacht vom 12. auf den 13. März 2019 stürzten nach einer Frostperiode rund 400 Kubikmeter Gestein Richtung Sihl. Der Schotter versperrte nicht nur den Wanderweg über eine Länge von 25 Metern, betroffen war auch eine unter dem Weg verlegte Wasserleitung. Es bestand die akute Gefahr von weiteren Felsstürzen. Folglich mussten der Wanderweg gesperrt und eine Ausweichvariante für die beliebte Strecke gesucht werden. Eine pragmatische, wenn auch nicht dauerhafte Lösung, wurde in Absprache mit den angrenzenden Zürcher Gemeinden gefunden und die Umleitung signalisiert.

Schutzwall gegen weiteren Steinschlag

Die Abbruchstelle, die auf dem Gemeindegebiet von Menzingen liegt, musste gereinigt und stabilisiert werden. Dabei wurden nicht nur instabile Felsplatten und lose Steine entfernt, sondern auch entwurzelte Bäume gefällt. Nach erfolgter Freigabe der Absturzstelle durch den beauftragten Geologen wird nun ein Schreitbagger die Aufräumarbeiten im unwegsamen Gelände durchführen. Die Aufgabe, der mit Bioöl betriebenen Baumaschine ist es, einen Teil der Geröllmassen in Richtung Abbruchstelle des Felsvorsprungs zu verschieben und dort aufzutürmen. Das übrige Material wird aus wirtschaftlichen und sicherheitsrelevanten Überlegungen so liegen bleiben. Der neue Wanderwegabschnitt wird mit einem Sicherheitsabstand somit nicht mehr dem Felsen entlang, sondern weiter unten Richtung Sihl über die Felssturzmasse führen.

Wann genau der Wanderweg wieder passierbar ist, ist auf der Website des Vereins Zuger Wanderweg zu erfahren. Regierungsrat Andreas Hostettler hofft: «Mit ein wenig Glück ist der Weg bis Auffahrt wieder offen.» Infolge Hochwasser haben sich die Arbeiten verzögert. Einmal mehr zeigt die Natur ihre Kraft und Unberechenbarkeit. Dass die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Stellen gut funktioniert habe, betonte nicht nur der Projektleiter Peter Steinegger.

Auch Andreas Hostettler zeigte sich zufrieden: «Wir haben die einfachste, pragmatischste und sicherste Lösung gefunden.» Er warnte aber: «Ein gewisses Sicherheitsrisiko bleibt.» Damit sich die Gefahr in Grenzen hält, werden künftig Geologen die Gefahrenstellen regelmässig begutachten. In welchem Rhythmus dies geschehen soll, wird gemäss Albin Schmidhauser, Leiter Amt für Wald und Wild, noch bestimmt. Nach Frost-Tau-Zyklen sei die Gefahr am grössten. Nun möchte man das Projekt so rasch als möglich abschliessen und die beliebte Strecke wieder freigeben, sodass auch der Wirt des Restaurants Sihlmatt seine Gäste wieder empfangen kann – ohne Umweg.

Die Kosten der gesamten Sanierungsarbeiten werden sich auf 70 000 Franken belaufen. Sie werden vollumfänglich vom Kanton getragen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.