Angebote für psychisch Kranke vernetzen

Die verschiedenen Angebote im Bereich der psychischen Gesundheit im Kanton Zug sollen noch besser vernetzt werden. Ziel ist gemäss Zuger Gesundheitsdirektion,«die steigende Anzahl psychisch Kranker gut zu versorgen, ohne dass die Kosten aus dem Ruder laufen».

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Die dargebotene Hand (Tel. 143) ist eine der Institutionen, die Suizidgefährdeten Peronen Hilfe anbietet. (Bild: Christof Borner-Kelller/Neue ZZ)

Die dargebotene Hand (Tel. 143) ist eine der Institutionen, die Suizidgefährdeten Peronen Hilfe anbietet. (Bild: Christof Borner-Kelller/Neue ZZ)

Es gehe darum, vernetzt an der Enttabuisierung, Suizidprävention und an koordinierten Hilfsangeboten zu arbeiten, sagte Gesundheitsdirektor Urs Hürlimann an einer Kick-Off-Veranstaltung zur neuen Strategie «Psychische Gesundheit» des Kantons. Zug sei schweizweit führend in diesem Bereich.

Kanton Zug will Pionierarbeit leisten

«Psychische Gesundheit im Kanton Zug 2007 bis 2012» sei die erste Strategie in der Schweiz überhaupt gewesen. «Mit dem kommenden Konzept wollen wir wieder Pionierarbeit leisten», wird Hürlimann in einer Mitteilung der Gesundheitsdirektion vom Donnerstag zitiert. Im Mittelpunkt stehe dabei die Vernetzung der relevanten Partner.

Bei immer mehr Menschen werden gemäss Mitteilung psychische Erkrankungen diagnostiziert. Statistisch gesehen sei jede zweite Zugerin beziehungsweise jeder zweite Zuger einmal im Leben davon betroffen.

Mehr Todesopfer durch Suizid als im Strassenverkehr

Die Zuger Gesundheitsdirektion setzt deshalb bei diesem Thema einen Schwerpunkt. Konkret soll etwa das Projekt «Früherkennung und Suizidprävention» weitergeführt werden, wie es heisst. Denn: «Es sterben mehr Menschen durch Suizid als im Strassenverkehr», so Hürlimann. Zudem sei die richtige Therapie entscheidend.

Die neue Strategie sieht deshalb auch einen Ausbau der Hilfsangebote vor. Konkret ist etwa eine jetzt noch fehlende Tagesklinik geplant. Ausserdem sieht die Gesundheitsdirektion eine wichtige Aufgabe darin, chronisch kranke Menschen wieder ins Arbeitsleben zu integrieren. (sda)