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Die Angst vor Verkehr im Aussenquartier wegen der Umfahrung

Anfang Jahr wurde die Baubewilligung für die Umfahrung Cham-Hünenberg erteilt. Doch noch immer beschäftigt die Entlastungsstrasse die Bevölkerung. Wird das wachsende Eichmatt-Quartier den Mehrverkehr schlucken können?
Carmen Rogenmoser
Im Gebiet Eichmatt/Feldstrasse wird weitergebaut. (Bild: Stefan Kaiser (Hünenberg, 11. Mai 2018))

Im Gebiet Eichmatt/Feldstrasse wird weitergebaut. (Bild: Stefan Kaiser (Hünenberg, 11. Mai 2018))

Das Zentrum wird entlastet, die Aussenquartiere dafür stärker belastet: Das ist die Angst vieler Chamer und Hünenberger im Zusammenhang mit der Umfahrung (UCH). Denn kommt diese dereinst, sollen unter anderm die Gemeindezentren vom Verkehr befreit werden (siehe Box).

Nun wird befürchtet, dass der Verkehr nicht aus den Gemeinden verschwindet, sondern stattdessen umgelagert wird. Betroffen davon könnten etwa die Eichmattstrasse und die Feldstrasse auf Hünenberger Boden sein. «Mit doppelt bis dreifach so viel Verkehrsaufkommen» müsse ­gerechnet werden, schreibt Anwohner Peter Zürcher in einem Leserbrief. «Also werden der Autoverkehr und die Lärmemissionen vom sogenannten Zentrum mit wenigen Einwohnern in ein (noch) lebenswertes, neues Wohngebiet mit bis zu dreimal mehr Einwohnern und einem grossen Schulhaus umgelagert», schreibt er.

Tatsächlich findet im Quartier Eichmatt ein grosses Wachstum statt. Gerade wurde eine Überbauung mit rund 100 Wohnungen fertiggestellt, und bereits stehen Profile für eine weitere Überbauung. «Wem ist bewusst, dass die Eichmattstrasse künftig zusätzlich als Zufahrtsstrasse für die UCH bestimmt ist?», fragt Zürcher. Er glaubt, dass die Bauzonen und Baubewilligungen nicht genügend auf das vorhandene und geplante Verkehrskonzept abgestimmt sind.

«Die Eichmattstrasse war schon bei der Planung um die Jahrtausendwende als Sammelstrasse im Seegebiet vorgesehen und wurde nach der Urnenabstimmung vom 28. November 2004 auch entsprechend gebaut», erklärt die zuständige Hünenberger Gemeinderätin, Renate Huwyler (CVP). Die Strasse weise die nötige Strassenbreite für die Verkehrszunahme auf. Zudem gebe es ein Lastwagenfahrverbot, einen separaten Rad- und Gehweg sowie künftig auch eine Tempo-30-Zone. «Damit kann der Langsamverkehr, insbesondere die Schülerschaft, optimal geschützt werden», sagt Huwyler.

Für die Schüler gibt es noch weitere Massnahmen. So besteht von der Feldstrasse her eine Querungshilfe. «Aufgrund der Strassenführung mit einer rechtwinkligen Kurve beim Schulhaus Eichmatt kann übrigens dort schon heute grösstenteils gar nicht schneller gefahren werden», ergänzt die Gemeinderätin und meint weiter, dass die Eichmatt­strasse insbesondere den örtlichen und damit den «selbstgemachten» Verkehr aus dem Seegebiet aufnehme und nicht den Durchgangsverkehr auf der Achse Rotkreuz–Cham–Zug.

«Weniger Verkehr als 2004 angenommen»

Tatsächlich betrifft die Angelegenheit nicht nur Hünenberg, sondern auch Cham, liegt das Eichmatt-Quartier doch gleich an der Gemeindegrenze. Die beiden Gemeinden arbeiten in diesem Gebiet denn auch schon seit 2002 zusammen, wie Marc Amgwerd, Abteilungsleiter Verkehr und Sicherheit in Cham, Auskunft gibt. Damals wurde das Entwicklungskonzept Enikon-Eichmatt-Zythus in Angriff genommen. Bestandteil des Konzepts war auch die Verkehrssituation. «Der Verkehr aus den Quartieren soll möglichst direkt auf die Umfahrungsstrasse gelenkt werden», sagt Amgwerd. Deshalb sei bereits mit einem künftigen täglichen Verkehrsaufkommen von 3700 Fahrzeugen gerechnet worden. «Die Prognosen vom kantonalen Verkehrsmodell 2016 gehen übrigens von weniger Verkehr aus als im Jahr 2004 angenommen», so Amgwerd.

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