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ANLASS: Zuwebe feiert sich mit einem grossen Fest

Die Jubiläumsfeier der Zuger Werkstätte für Behinderte (Zuwebe) am Samstag war gut besucht. Viele nutzten die Möglichkeit, bei einer Führung auf Tuchfühlung mit dem Betrieb zu gehen. Auch wurde eine ganz spezielle Wand gezeigt.
Daniela Sattler
Das «Panorama der Zeit» ist eine Installation, das aus spezielle Art die Geschichte der Zuwebe dokumentiert. (Bild: Stefan Kaiser/ZZ, Baar, 1. Juli 2017)

Das «Panorama der Zeit» ist eine Installation, das aus spezielle Art die Geschichte der Zuwebe dokumentiert. (Bild: Stefan Kaiser/ZZ, Baar, 1. Juli 2017)

Daniela Sattler

redaktion@zugerzeitung.ch

Zahlreiche Gäste waren am Samstag aufs Zuwebe-Gelände in Inwil bei Baar gekommen und zeigten damit ihre Verbundenheit mit der Zuwebe (Zugerische Werkstätte für Behinderte), die dort ihr 50-Jahr-Jubiläum feierte. Im Gegenzug wurde ein buntes Festprogramm mit zahlreichen Attraktionen geboten. So gab es etwa einen Aktivitäten-Parcours und Theatervorstellungen.

«Zum Wohnbereich geht es hier weiter», forderte die Zuwebe-Führerin ihre Gruppe auf. Zwei Frauen, die eben Einblick ins Handwerk- und Kunstatelier erhalten hatten, schlossen sich auch gleich dem Rundgang durch die Wohngruppen an. Der Wohnbereich ist charakterlich klar von den funktional eingerichteten Werkstätten gegliedert und wurde aufgestockt. Das geschah im Rahmen der von 2007 bis 2009 durchgeführten Totalsanierung, in welcher der gesamte Betrieb ins Kloster Heilig- kreuz in Cham disloziert wurde. 253 geschützte Arbeitsplätze bietet die Zuwebe heute an. Sie beschäftigt 184 Fach- personen in Betreuung und Administration und verfügt über 122 Wohnplätze.

Wer mehr über die Zuwebe wissen wollte, aber alleine unterwegs war, konnte sich in den verschiedenen Bereichen oder Produktionsstätten mit Mitarbeitern unterhalten und so ebenfalls allerlei Wissenswertes erfahren. Einer dieser Bereiche war der Posten «Gartenarbeit», bei dem die Bio-Gärtnerei im Kloster Kappel am Albis sowie das Angebot des Gartenunterhaltes und der Umgebungspflege vorgestellt wurden.

Im Panorama der Zeit

Dass sich der strukturelle Wandel auch in der Arbeit der Zuwebe widerspiegelt, erfuhren die Besucher bei der Betrachtung der In­stallation «Panorama der Zeit». Angeleitet vom Zuger Illusions- und Kunstmaler Andy Ineichen und unterstützt von Fachpersonen haben über 80 Mitarbeiter auf einer 35 Meter langen Wand die Geschichte der Zuwebe dargestellt. Es ist eine Art Zeitreise, mit liebevoll gestalteten Bildern, auf denen Menschen, Ereignisse, Projekte und Meilensteile der Institution präsentiert werden. Das Kunstwerk steht Interessierten auch nach dem Jubiläumsfest noch zur Besichtigung bereit.

Als Symbol der Gegensatzvereinigung präsentiert sich der Regenbogen auch in Mosaikform beim neu eröffneten Begegnungsplatz. Von einem Baum beschattet und mit Bänken ausgestattet soll der kleine Platz neben dem Haupteingang des Gebäudes ein Ort sein, wo man einander begegnet und trifft.«Wir wollen kein Mitleid, aber brauchen Verständnis», so die Mitarbeiter der Zuwebe in ihrem eigens fürs Jubiläum erstellten Video.

Weitere Botschaften verkünden die Mitwirkenden im Videobeitrag «Das Leben ist kein Ponyhof» der Luzerner Filmmacherin Ursula Brunner. Der emotionale Film berührt zutiefst, kann er doch als Appell an die Gesellschaft betrachtet werden.

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