Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Anzahl Parkplätze beim Chlösterli in Unterägeri sorgt für Verwirrung

Wie viele Parkplätze muss das Pflegezentrum Chlösterli zur Verfügung stellen? Diese Frage kam im Zusammenhang mit einem geplanten Erweiterungsbau auf. Noch ist sie nicht beantwortet. Deshalb wurde das Bauprojekt vorerst auf Eis gelegt.
Carmen Rogenmoser
Etwa die Parkplätze bei der Zufahrt zum Chlösterli sorgen für Diskussionen. (Bild: Stefan Kaiser (Unterägeri, 13. Mai 2019))

Etwa die Parkplätze bei der Zufahrt zum Chlösterli sorgen für Diskussionen. (Bild: Stefan Kaiser (Unterägeri, 13. Mai 2019))

«Leider müssen wir feststellen, dass die Ausgangslage nicht annähernd so einfach ist, wie wir es angenommen haben», heisst es am Schluss eines Beitrags in der Aprilausgabe des «Echo vom Chlösterli» – dem hauseigenen Infoblatt des Chlösterlis. Es geht dabei um einen geplanten Erweiterungsbau, dessen Realisierung gestoppt werden musste. Anfangs Jahr wurde das Baugesuch für den Anbau – im Untergeschoss eine Kegelbahn, im Hochparterre ein Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter, inklusive Sanitäranlagen und im Obergeschoss ein Bankettraum sowie eine Anpassung und Vergrösserung des bestehenden Aufenthaltsraums für Mitarbeiter – bei der Gemeinde eingereicht.

«Das Projekt verzögert sich nun», bestätigt Geschäftsleiter Paul Müller. Die Baubewilligung lässt auf sich warten. Das habe zwei Gründe, so Müller: Einerseits muss für den Anbau eine Terrainanpassung vorgenommen werden.

Teilweise nur provisorisch bewilligt

Das betroffene Land, wo die Erweiterung geplant ist, gehört der Zone des öffentlichen Interesses an. Allerdings ist der Anbau nahe an die Zonengrenze geplant. Für eine Fensterfront im Bereich der Kegelbahn wäre eine Geländeanpassung auch bei der angrenzenden Parzelle notwendig. Diese gehört der Landwirtschaftszone an. In dieser Zone sind Terrainveränderungen grundsätzlich nicht erlaubt. «Da beide Parzellen in Besitz der Stiftung Altersheim Chlösterli sind, ist ein Zonenabtausch mit Unterstützung der zuständigen Behörden eine denkbare Lösung», erklärt Paul Müller.

Das zweite Problem sei wesentlich schwieriger zu lösen, so Müller weiter. Bei der Überprüfung des Gesuchs habe die kantonale Behörde festgestellt, dass die Parkplätze bei der Zufahrt zum Chlösterli nur provisorisch bewilligt sind. Da diese ebenfalls in der Landwirtschaftszone liegen, sei es sehr schwierig, eine definitive Bewilligung zu erhalten. Weshalb diese wohl aufgehoben werden müssen. «Wie viele Parkplätze für die gesamte Altersinstitution zur Verfügung stehen müssen, ist aber unklar», so der Geschäftsführer. Noch habe die Gemeinde dazu keine Angaben gemacht.

Man habe schliesslich intern eine eigene Berechnung vorgenommen. Anhand dieser Rechnung würde das Chlösterli aus eigener Sicht jetzt schon über genügend Parkplätze verfügen. Sind es dennoch zu wenig, wäre es möglich, durch Anpassungen, das Parkplatzangebot um etwa einen Viertel zu erweitern. Die entsprechenden Aushubarbeiten sind im Bereich des Kindergartens nötig. «Deshalb wollten wir den Baubeginn in die Sommerferien 2019 legen, um das Risiko für die Kinder zu minimieren», erklärt Müller. Läge die Baubewilligung zur Zeit vor, wäre das zeitlich möglich gewesen. Jetzt allerdings wird die Zeit knapp. Deshalb haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, das Erweiterungsprojekt vorerst komplett zu stoppen. «Mittelfristig werden wir die Probleme bereinigen können», ist sich Müller sicher. Auf Nachfrage bei der Gemeinde bestätigt Präsident Josef Ribary: «Das Bauprojekt ist sistiert.» Das liege insbesondere an der ungeklärten Parkplatzzahl. Dazu können noch keine Angaben gemacht werden. Man werde mit den Verantwortlichen der Stiftung Altersheim Chlösterli das Gespräch suchen, versichert er. «Wir werden eine Lösung finden.»

Der Mahlzeitendienst

Der Mahlzeitendienst des Chlösterlis ist ausgebaut worden. Neu gibt es neben den beiden Menüs drei zusätzliche Tagesvarianten zur Auswahl. Diese sind: Älplermagronen, Kalbsbratwurst mit Röstitalern oder ein Gemüseteller. Mit der Erweiterung soll ein weiterer Schritt zur individualisierten Verpflegung zu Hause gemacht werden. Das Essen für den Mahlzeitendienst wird am Vortag im Chlösterli gekocht, dann schockgefroren und kühlgestellt. Die kompletten Menus werden am Vormittag in einer Styropor-Box geliefert. Jeder Kunde hat eine elektrisch betriebene Wärmeplatte zu Hause. Jeweils im Voraus wird den Kunden ein wöchentlicher Speiseplan ausgeteilt. Die Menüs kosten 23 Franken. Bei einer ärztlichen Bestätigung, dass man selber nicht mehr kochen kann, subventioniert die Gemeinde den Betrag mit 7 Franken. Weitere Informationen finden Sie unter www.chloesterli.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.